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Protrusionsschiene

Ganze 60 Prozent aller Männer und 40 Prozent aller Frauen über 50 Jahre schnarchen. Das ist nicht bloß ein Problem für den Partner oder den ruhigen Schlaf, sondern auch für die eigene Gesundheit. Wer schnarcht, nimmt weniger Sauerstoff auf, was zu diversen gesundheitlichen Folgeerkrankungen führen kann. Eine Protrusionsschiene ist die optimale Lösung, um dies auf komfortable und effektive Weise zu verhindern.

Bei einer Protrusionsschiene handelt es sich um eine individuelle Abformung der Zähne, die auf der flexibel einstellbaren Schiene angebracht ist. Sie wird eingesetzt bei Patienten, die unter einer leichten bis mittelgradigen Schlafstörung, der sogenannten Schlafapnoe, leiden. So werden Atemwegwiderstände reduziert und die Atmung des Patienten verbessert sich.

Was ist eine intraorale Protrusionsschiene?

Den Vorschub des Unterkiefers bezeichnen Mediziner als „Protrusion“. Daher hat die Protrusionsschiene, auch Schnarchschiene genannt, ihren Namen. Denn sie verhindert in der Nacht, dass der Unterkiefer zurückrutscht und die Atemwege versperrt. Diese liegen stattdessen frei und ermöglichen einen gleichmäßigen Atemaustausch. Zudem kommt es nicht zu Vibrationen des Gaumensegels, die für zusätzliche störende Geräusche sorgen.

Wie funktioniert eine Protrusionsschiene?

Bei der Protrusionsschiene handelt es sich um ein genau einstellbares Schienensystem. Die Schiene kann mit Druck oder mit Zug arbeiten. Sie kann individuell in einem Dentallabor produziert werden, wobei die Mitarbeiter sich eine Abformung der Zähne zum Vorbild nehmen, oder als anpassbares Modell online oder in der Apotheke gekauft werden.

Die Anpassung garantiert einen passgenauen Sitz der Schiene, sodass der Schlaf nicht durch einen unangenehmen Druck des Materials gestört wird. Zudem schont dieser Prozess die Zähne, den Kiefer und das Kiefergelenk.

Gehalten werden die Schienen von den Zähnen selbst. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: die Befestigung an einem oder an beiden Kiefern. Verbindungselemente zwischen dem Ober- und Unterkiefer sorgen für einen optimalen Tragekomfort in der Nacht.

Wenn nötig kann die Schiene nachträglich immer weiter angepasst werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn das Kiefergelenk noch schmerzt oder spannt.

Für wen eignet sich eine Protrusionsschiene?

Schnarchschienen sind zur Therapie verschiedenster schlafbezogener Atmungsstörungen geeignet, unter anderem:

  • bei gewöhnlichem, nicht krankhaftem Schnarchen
  • beim leichten bis mittelschweren obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)
  • beim Upper Airway Resistance Syndrom (UARS)
  • bei schweren Fällen des Schnarchens als Alternative zur nasalen kontinuierlichen Überdruckbeatmung (nCPAP)

Die Schiene kann nach entsprechend erfolgter Diagnostik angefertigt und therapeutisch verwendet werden.

Die Protrusionsschiene ist auch geeignet für Menschen, die aufgrund einer Schnacherkrankungs-Diagnostik bereits eine Therapie mit Überdruckbeatmung per CPAP-Maske ausprobiert haben und damit nicht zufrieden waren. Eine solche Druckbeatmung kann unter anderem zur Beeinträchtigung des Schlafes führen oder andere Nebenwirkungen zeigen. Daher bietet sich die Schnarchschiene auch als Apnoeschiene an, um nächtliche Atemaussetzer zu verhindern. In solchen Fällen stellt die Protrusionsschiene eine angenehme und dennoch wirksame Alternative zur nächtlichen Beatmung dar.

Was ist eine mandibuläre Protrusionsschiene?

Als mandibuläre Protrusionsschiene bezeichnet man eine Unterkieferprotrusionsschiene, kurz UKPS. Diese wird nicht wie die herkömmliche Variante an Unter- und Oberkiefer befestigt, sondern nur im unteren Bereich. Meist setzt sie sich aus zwei miteinander verbundenen Kunststoffschienen zusammen.

Die Unterkieferprotrusionsschiene ist geeignet für Menschen, die unter Zungengrundschnarchen leiden. Die Schiene sorgt dafür, dass die Muskeln des Unterkiefers unter eine leichte Spannung gesetzt werden. Dadurch verschiebt sich der Unterkiefer leicht nach vorne. Die Folge: Die Atemluft strömt ohne Widerstand ein und aus, der Körper wird mit Sauerstoff versorgt und Folgekrankheiten werden vermieden.

Unterkieferprotrusionsschienen werden in der Zahnmedizin neben der Schnarch-Therapie ebenfalls zur Behandlung des sogenannten fliehenden Kinns verwendet, wenn der zu weit hinten sitzende Unterkiefer nach vorne verlagert werden muss.

Wirkweise der Schiene: Was passiert mit dem Kiefer?

Eine Protrusionsschiene oder Schnarcherschiene wird nachts im Mund getragen. Vom Tragegefühl her fühlt sie sich ähnlich wie eine Zahnspange oder eine Knirschschiene an. Sie bewirkt, dass Zunge, Unterkiefer und auch Gaumensegel sanft nach vorne geschoben werden. Diese Wirkweise stellt sicher, dass die Ein- und Ausatmung ungehindert abläuft und der Körper ausreichend Sauerstoff erhält. Unterkiefer und Zunge werden also mithilfe der Protrusionsschiene in eine Vorhaltung gebracht.

Ein Nebeneffekt dieser Stellung ist, dass die Muskulatur nicht erschlafft, sondern stabil bleibt und ebenfalls dazu beiträgt, dass die Atemwege freigehalten werden.

Ein häufiger Grund für das Schnarchen ist nämlich eine zu schwach ausgebildete Rachenmuskulatur. Diese wird mit einer Ober- und Unterkieferschiene auf sanfte Art stabilisiert. Als Apnoeschiene verhindert sie so auch gefährliche nächtliche Atemaussetzer.

Menschen, die in der Nacht eine Protrusionsschiene tragen, profitieren von deutlich reduzierten oder komplett beseitigten Atempausen und Schnarchgeräuschen.

Die Herstellung der Protrusionsschiene

Es gibt zwei Arten der Schienenherstellung. Dabei handelt es sich zum einen um vorgefertigte Schienen und zum anderen um individuell angefertigte Schienen vom Zahnarzt.

Die vorgefertigte Schiene

Die vorgefertigte Schiene besteht aus thermoplastischem Material. Die Schiene wird im heißen Wasserbad erhitzt und lässt sich dann anhand der Zähne formen. Die Anpassung an die individuelle Zahnformation erfolgt direkt zuhause, in der Zahnarztpraxis oder einem Schlaflabor. Das verwendete Material ist eine biokompatible Polymerenmasse ohne Weichmacher, so ist sichergestellt, dass keine Allergien ausgelöst werden.

Nachdem der Patient die Zähne in die weiche Masse gedrückt hat, wird der so entstandene Gebissabdruck in kaltem Wasser gekühlt. Nach dem vollständigen Auskühlen ist die Masse nicht mehr verformbar. Für den optimalen Sitz kann sie jedoch noch einmal leicht erwärmt werden, so dass der Zahnarzt an bestimmten Stellen etwas nacharbeiten kann.

Produktvorstellung einer Protrusionsschiene bei der sowohl oberes als auch unteres Mundstück durch elastische Gummibänder verbunden sind

Individuell angefertigte Schiene

Auf dem Bild zu sehen ist eine Schnarchschiene welche durch einen Zahnarzt individuell erstellt wurde

Die individuell angefertigte Schiene wird in Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt und einem Dentallabor ganz individuell an die Zahnstellung des Patienten angepasst. Sie ist individuell einstellbar und baut auf dem gleichen Herstellungsprinzip auf, wie die vorgefertigte Schiene.

Der Zahnarzt nimmt mit Hilfe des Druckformverfahrens in Silikon einen Abdruck des Ober- und Unterkiefers. Im Dentallabor entsteht daraus ein Gipsmodell, welches dann mit der Unterkieferartikulation versehen wird. Dabei handelt es sich um die leichte Verschiebung des Unterkiefers nach vorne, damit beim Schlafen der Mund des Patienten leicht geöffnet bleibt.

Vom Gipsabdruck werden sogenannte Dubliermodelle und Dublierformen erstellt, die dann wiederum in die  Tiefziehplatten kommen.

Dafür werden die Abdrücke in zwei unter Wärme verformbare Polymerplatten gespannt, wodurch sie sich dann in diese abdrücken. Dadurch entsteht die eigentliche Schiene, die noch vom Labor ausgearbeitet und poliert wird.

  • Mit kleinsten Justierschrauben versehen, werden die beiden Hälften der Schiene zusammengesteckt und die Laufschiene exakt ausgerichtet.
  • Mittels eines speziellen Klebers werden die beweglichen Teile der Metallhalterungen fixiert und die Funktionselemente mit Wachs ausgepolstert.
  • Nun kommen die beweglichen Funktionsteile auf das Kunststoffgebiss und werden dort befestigt, damit eine perfekte Abstützung vom Oberkiefer auf dem Unterkiefer gewährleistet ist.
  • Die Schiene ist jetzt fertig und der Patient kann diese mit der eingearbeiteten Kontermutter selbst regulieren.
  • Dabei verändert er durch leichtes Drehen den eingestellten Vorschub des Unterkiefers.

Vorteile der Apnoeschienen

  • praktisch unzerstörbar
  • preiswert in der Herstellung
  • wiederverwendbar nach Neueinstellung oder Umarbeitung möglich
  • Vorschub stufenlos verstellbar
  • seitliche Beweglichkeit des Unterkiefers bleibt erhalten
  • einfache Reinigung und Handhabung
  • hoher Tragekomfort
  • kann überall hin mitgenommen werden, klein und leicht zu verstauen
  • individuell gefertigte Schienen können auch von Prothesenträgern verwendet werden
  • individuell gefertigte Schienen können auch bei Patienten mit erheblichen Zahnlücken angewendet werden

Diagnostik zur Protrusionsschiene

Vor der Anfertigung einer passenden Schnarchschiene erfolgt eine umfangreiche Diagnostik zur Feststellung, ob das Gebiss und der Zahnstatus die Verwendung einer Schiene erlauben.

Bei einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA), die durch wiederholte Atemaussetzer gekennzeichnet ist, stellt die Verwendung einer Protrusionsschiene die einzige Möglichkeit dar, die Symptome ohne Operation zu beseitigen.

Durch eine zahnärztliche Basisdiagnostik, die eine Untersuchung des Zahnstatuses und des Parodontalzustandes beinhaltet, wird eine Vorentscheidung getroffen, ob sich der Kiefer für den Gebrauch einer Protrusionsschiene eignet und dauerhaft in der Lage ist, Schnarchprobleme mithilfe dieser Geräte zu reduzieren. Eine Kontraindikation ist meistens zahnärztlich begründet.

In Verbindung mit dem Gebisstypen des Patienten ist das Ergebnis der Funktionsanalyse entscheidend für die Beurteilung der Eignung für die Schienentherapie und die Auswahl der passenden Schnarchschiene. Falls das Gebiss des Patienten nicht für eine feste Verankerung der Protrusionsschiene geeignet ist, kann zusätzlich eine Analyse an Probemodellen durchgeführt werden, um eventuelle Komplikationen beim Tragen einer Schiene auszuschließen.

Im Verlauf der weiteren Diagnostik wird in der Zahnarztpraxis eine Protrusionsbissnahme durchgeführt. Das Ziel dieser Maßnahme besteht in der Fixierung des Unterkiefers in der vorderen Position, um die voraussichtliche Schienenherstellung festzulegen. Zu den Voraussetzungen, die für das Tragen einer Protrusionsschiene erfüllt werden müssen, zählen belastbare anatomische Voraussetzungen im Oberkiefer und Unterkiefer. Nicht-belastbare Strukturen können anhand der Untersuchungen festgestellt werden.

Zur Feststellung nicht belastbarer Strukturen des Ober- und Unterkiefers wird vom Zahnarzt ein aktuelles Panoramabild angefertigt, das Aufschluss über die notwendige Schienengestaltung gibt.

Neben einer sorgfältigen zahnärztlichen Diagnostik stellt die schlafmedizinische Basisdiagnostik eine Grundlage zur Entscheidungsfindung über den Einsatz einer Schnarchschiene dar.

Die somnologische Diagnose erfolgt durch Schlafaufzeichnung in einem Schlaflabor. Bei der Therapie schlafbezogener Erkrankungen ist eine somnologische Diagnose unverzichtbar. Das Untersuchungsergebnis hat deshalb eine hohe Bedeutung für die Beurteilung der Eignung für eine Schienentherapie.

Die Diagnostik besteht in der Schlafmedizin aus:

  • der Eigenanamnese durch die Selbstwahrnehmung seitens des Patienten,
  • einer Fremdanamnese anhand von Untersuchungen durch den Facharzt,
  • in der ambulanten Polygrafie und
  • der stationären Polysomnografie.

Die Eignung für die Schienentherapie sowie die tatsächliche Beseitigung der Obstruktion wird in jedem einzelnen Fall überprüft und durch polysomnografische Untersuchungen in einem Schlaflabor langfristig kontrolliert.

Eine Protrusionsschiene kann deshalb nicht nur bei leichten Schnarchproblemen verwendet werden, sondern eignet sich auch bei einer schweren Schlafapnoe. Durch die regelmäßige polysomnografische Therapiekontrolle wird die Funktionsfähigkeit der Schnarchschiene sowie deren Effekt auf die Reduktion der Apnoen und die Beseitigung oder Verminderung der Schnarchsymptome kontrolliert.

Alternativen zur individuellen Unterkieferprotrusionsschiene

Grundsätzlich gibt es bei einer Schlafapnoe nicht nur die Möglichkeit einer Schiene.

Es stehen weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Die Protrusionsschienen sind allerdings das am weitesten verbreitete Mittel zur Beseitigung oder Verringerung der gefährlichen Atemaussetzer. Dabei spielt die Auswahl der optimalen Anti-Schnarch-Schiene eine besondere Bedeutung.

Jedoch hat man nicht immer die Möglichkeit, die Kosten durch die gesetzliche Krankenkasse erstattet zu bekommen. Denn diese entscheiden jeweils im Einzelfall und wägen natürlich sorgfältig ab, ob es weitere Möglichkeiten gibt.

Oftmals wird die Schlafapnoe auch mit Übergewicht, Schlafrhythmus oder Alkohol und Nikotin in Verbindung gebracht. Daher kann es sein, dass die Krankenkasse den Antrag eines Patienten ablehnt und ihm dazu rät, erst seine Lebensgewohnheiten zu ändern.

Weitere Möglichkeiten sind die Veränderung der Schlaflage und Änderungen des Arbeitsrhythmus, was jedoch zum Beispiel für Schichtarbeiter, nicht immer möglich ist. Ein angenehmes Schlafumfeld verbessert ebenfalls nachhaltig den Schlaf, was bereits zahlreiche Studien belegt haben.

Lesen Sie hier mehr zu den Ursachen des Schnarchens.

Die bis heute teuerste Methode ist die Anschaffung eines Gerätes zur Überdruckbeatmung. Hier kommen Kosten von bis zu 5000 Euro auf die Betroffenen zu. Und die Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen ist auch hier mit einer jeweiligen Einzelfallprüfung verbunden und hängt von einer eindeutig diagnostizierten Schlafapnoe ab.

Natürlich steht auch der Weg einer Operation jedem Betroffenen frei. Dabei handelt es sich um chirurgische Maßnahmen im Rachen- oder Nasenbereich, die in enger Abstimmung mit einem HNO Arzt oder dem Schlaflabor erfolgen müssen. Inwieweit hier die Kostenübernahme gesichert ist, hängt wiederum von jedem einzelnen Fall und dessen Befund ab.

Kostengünstige Methoden bei Schlafapnoe und Schnarchen

Als wirksame Methode hat sich eine mit Gummibändern befestigte Protrusionsschiene aus zwei einzelnen Teilen bewährt. Verschiedene Anbieter sind bereits damit sehr erfolgreich am Markt vertreten.

Es handelt sich um zwei thermoplastisch angefertigte Gebissabdrücke, die der Patient zuhause selbst vornehmen kann. Zwei Gummibänder werden seitlich an den Halterungen befestigt und gewährleisten so, dass, anders  als bei den einteiligen Schienen, der Unterkiefer genug Spielraum hat und seitlich beweglich bleibt. Die üblicherweise auftretenden Gelenkschmerzen und Verspannungen werden dadurch erheblich reduziert.

Nach dem Auskühlen und Befestigen der Bänder ist eine solche Schnarchspange bereits einsatzfähig.

Unsere Hausmarke Snorflex® gibt dazu eine ausführliche Anleitung und eine detaillierte Pflegehinweise. Außerdem befinden sich neben der hygienischen Aufbewahrungsbox noch 100 Ersatzgummis im Lieferumfang. Die Schiene ist mit ca. 65 Euro deutlich günstiger als die vom Zahnarzt angepasste individuelle Unterkieferprotrusionsschiene und zeigt die gleiche Wirkung.

Nachteile der einteiligen Protrusionsschiene

Bei der vom Zahnarzt oder Schlaflabor angefertigten Schiene handelt es sich um ein bewegliches aber in sich ganzheitliches, geschlossenes System. Die Schiene wird als ein Teil wahrgenommen und zum Schlafen auf den Unterkiefer aufgesetzt. Zahlreiche Patienten bemängeln, dass es dadurch zu schmerzhaften Verspannungen der Kiefermuskulatur oder der Zungenpartie kommt.

Weiterhin ist im Laufe der Behandlung ein regelmäßiges Nachspannen und Anpassen der Protrusionsschiene notwendig, was immer auch mit einem Besuch beim Zahnarzt oder dem Schlaflabor verbunden ist. Veränderungen im Zahnprofil erfordern ebenfalls eine Anpassung. Diese Arbeiten sind jeweils mit Kosten und einem Zeitaufwand verbunden.

Insbesondere bei älteren Patienten ist die optimale Anpassung der Protrusionsschiene ein Problem. Gaumenbereich und Zungengewebe sind extrem weich, der Zahnbestand eventuell schon deutlich vermindert, andere Zahnprobleme stehen im Vordergrund oder der Patient leidet an anderen Krankheiten, die sich auf die Behandlung auswirken können oder gar der eigentliche Grund dafür sein können.

Häufige Fragen zu Protrusionsschienen

Welcher Unterschied besteht zur TAP-Schiene?

Die TAP-Schiene ist ein intraorales Schnarchtherapiegerät, was ebenfalls im Mund angewendet wird. Eine solche intraorale Protrusionsschiene ist mit einer Metallschiene und einem stufenlos einstellbaren Metallhaken ausgestattet. Mithilfe dieser Vorrichtung und einem passenden Schlüssel kann der Patient die Schiene selbst zuhause verstellen.

Wie ist die Haltbarkeit einer Protrusionsschiene?

Eine Kiefer-Protrusionsschiene wird für den dauerhaften Gebrauch konzipiert. Damit dieser sichergestellt wird, ist eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene unabdingbar. Diese verhindert, dass Bakterien durch die Schiene an den Zähnen haften bleiben und so für Schäden wie Karies sorgen.

Die Schiene sollte täglich nach der Anwendung mit Wasser gereinigt und anschließend kühl und trocken gelagert werden. Am besten eignet sich ein luftiges Kunststoffbehältnis. Hin und wieder empfiehlt sich die Verwendung von Reinigungsgels, Spülungen, speziellen Bürsten oder Tabs, um die Langlebigkeit der Protrusionsschiene zu unterstützen.

Tabs für Zahnprothesen sind allerdings zu vermeiden: Sie sind zu aggressiv für das Oberflächenmaterial der Schiene.

Mit der richtigen Anwendung und Pflege sollten Sie jedoch sehr lange von den positiven Effekten der Kiefer-Protrusionsschiene profitieren.

Für wen ist eine Unterkieferprotrusionsschiene geeignet?

Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und dem Alter des Patienten kommen unterschiedliche Schienen zum Einsatz, wobei leicht verstellbare Schnarchschienen empfohlen werden. Durch die Verwendung einer Unterkieferprotrusionsschiene können die für eine Schlafapnoe typischen Atemaussetzer erheblich reduziert und das Schnarchen beseitigt werden. Sie ist die optimale Lösung, um Schnarchprobleme ohne chirurgischen Eingriff zu beseitigen.

  • Sie eignet sich für Patienten mit jeder Kiefergröße.
  • Die Voraussetzung ist ein kompletter Zahnstatus sowie eine funktionierende Nasenatmung. Durch eine Unterkieferprotrusionsschiene wird die Mundatmung nicht behindert.
  • Fettleibigkeit und starkes Übergewicht stellt eine Kontraindikation dar. Wenn der Body-Mass-Index (BMI) Werte von 30 überschreitet, nimmt die positive Wirkung ab.

Als weitere Kontraindikation galt bisher eine craniomandibuläre Dysfunktion, die sich als funktionelle, strukturelle, psychische und biochemische Fehlregulationen der Muskel- und Gelenkfunktion der Kiefergelenke äußert. Von Fachleuten konnte dies jedoch nicht bestätigt werden.

Wie kann die Eignung einer UKPS bei Schlafapnoe beurteilt werden?

Die Eignung von Kiefer und Zähnen für den Einsatz einer Unterkieferprotrusionsschiene wird von einem schlafmedizinisch ausgebildeten Zahnarzt beurteilt. Zur Schnarchtherapie werden unterschiedliche Schienen angeboten, wobei Modelle, bei denen sich der Mund teilweise öffnen lässt, von den Betroffenen als angenehmer empfunden werden.

Die Wirkungsweise einer Schiene wird zunächst durch den Einsatz eines geeigneten Provisoriums getestet. Für ein zuverlässiges nebenwirkungsfreies Ergebnis ist die richtige Einstellung maßgeblich.

Um eine korrekte Überprüfung der Wirksamkeit und des richtigen Sitzes der Schiene durchzuführen, sollten in einem Zeitraum von 6 bis 12 Monaten regelmäßige schlafmedizinische und zahnmedizinische Kontrollen durchgeführt werden.

Dabei wird der Funktionszustand der Schnarchschiene ebenso wie der Verlauf der Beschwerden genau dokumentiert. Bestandteil der Überprüfung ist auch eine Partnerbefragung, durch die eine Reduktion des Schnarchens um 50 bis 100 Prozent festgestellt werden soll. Damit sich der Einsatz einer Unterkieferprotrusionsschiene lohnt, müssen Erstickungsanfälle und Atemaussetzer beseitigt und die Tagesschläfrigkeit dauerhaft verbessert werden.

Zur Beurteilung der Wirksamkeit zählt deshalb ebenfalls eine vom Patienten selbst durchgeführte nächtliche Polygraphie oder eine im Schlaflabor vorgenommene Polysomnographie.

Was tun, wenn die Protrusionsschiene schmerzt?

Normalerweise gewöhnen sich die meisten Verwender innerhalb von einigen Wochen an die Schnarchschiene. Wird die Schiene gut angepasst, ist sie danach kaum noch spürbar. In manchen Fällen benötigen die Kiefermuskeln einige Zeit, um sich auf die ungewohnte, nach vorne geneigte Position einzustellen. Deshalb kann es anfangs zu Unbehagen oder Schmerzen kommen.

Schmerzhafte Empfindungen treten beim Tragen einer Protrusionsschiene hauptsächlich in den Morgenstunden auf, wenn die Schiene über Nacht verwendet wurde und der Oberkiefer in einer bestimmten Position war, damit die Atemwege frei blieben. Die Symptome verschwinden im Laufe des Tages von selbst und treten nach einiger Zeit kaum noch auf, wenn sich Unterkiefer und Zunge an die Schnarchschiene gewöhnt haben.

Zur Gewöhnung kann es vorteilhaft sein, die Protrusionsschiene bereits einige Stunden vor der Nachtruhe einzusetzen. Eine optimal angepasste Schiene verursacht erfahrungsgemäß keine länger anhaltenden Beschwerden.

Falls das Schmerzempfinden nach den ersten Tragewochen immer noch besteht, kann ein Zahnarzt den korrekten Sitz der Schiene nochmals überprüfen und bei Bedarf nachjustieren.

Erfahrungen mit der Snorflex Schnarchschiene

Die Erfahrungsberichte der zufriedenen Verwender der Snorflex® Schnarchschiene sind durchweg positiv. Es wird berichtet von wohltuendem Schlaf ohne lästige Atemaussetzer, sie wird vor allem für sogenannte „Halsschnarcher“ als helfend empfunden und führt generell zu einem besseren Zusammenleben mit dem Partner. Ungestörte Nachtruhe für Betroffene und Familie sowie eine nachweislich verbesserte Gesundheit sind weitere Details der Erfahrungsberichte mit Snorflex®.

Hier finden Sie Bewertungen zur Snorflex® Anti-Schnarch-Schiene.