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Ursachen für Schnarchen

Schnarchen kann verschiedene Ursachen haben. Es wird meist durch eine Verengung der oberen Atemwege hervorgerufen, die auf das Erschlaffen der Muskulatur der Zunge und des Rachenraumes zurückzuführen ist.

Beim Schlafen entspannen sich außer der Körpermuskulatur auch die Zunge und der Rachen. Im Normalfall ist die Muskelspannung so hoch, dass weder die Zunge noch das Gaumenzäpfchen völlig erschlaffen und eine leise ungehinderte Atmung durch den Mund in die Lunge auch im Schlaf möglich ist.

Wenn ein weicher Gaumen aber in den Luftweg gerät und anfängt zu schwingen oder Fettgewebe, vergrößerte Mandeln oder Polypen den Rachenraum verengen, entstehen unangenehme Rassel- und Atemgeräusche.

Diese entstehen meist im gesamten Rachenraum, können sich aber auch im Kehlkopfbereich entwickeln.

Die Diagnose der sogenannten Rhonchopathie wird durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einen Lungenfacharzt nach einer ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte gestellt. Meist gehen Betroffene erst zum Arzt, wenn das knatternde Geräusch in den oberen Atemwegen von Mitschläfern als störend empfunden wird.

Tritt die übermäßige Geräuschentwicklung als Folge einer schlafbezogenen Atmungsstörung auf, kann das Schnarchen krankhaft sein.

Die Grenze zwischen lautem Atmen und Schnarchen

Obwohl unangenehme Atemgeräusche manchmal eine Lautstärke ähnlich der eines Presslufthammers erreichen, handelt es sich bei dem nächtlichen Lärm nicht immer um Schnarchen. Viele Mitschläfer fühlen sich bereits von leichtem Schnorcheln gestört. Als Schnarchen gelten die Geräusche erst, wenn eine krankhafte Ursache vorliegt oder ein Geräuschpegel von bis zu 90 Dezibel erreicht wird.

Manchmal atmet ein Schlafender nur laut. Die Atemgeräusche sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Die Ursachen hierfür sind ebenso unterschiedlich wie beim Schnarchen. Eine ungünstige Rückenlage kann das Atmen behindern, sodass Betroffene deutlich schwerer atmen. Dies führt häufig zu hörbaren Geräuschen. Lautes Atmen kann ebenfalls durch anatomische Veränderungen wie Kieferfehlstellungen oder vergrößerte Rachenmandeln hervorgerufen werden. Solche Fehlstellungen im Kieferbereich lassen sich durch eine entsprechende Behandlung leicht beheben. Auffälligkeiten im Rachen- und Nasenraum werden vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt bei einer Untersuchung erkannt und behandelt.

Lautes Atmen kann auch durch eine gestörte Nasenatmung verursacht werden. Selbst wenn die Atmung durch die Nase tagsüber problemlos funktioniert, kommt es nachts zu lauten Atemgeräuschen.

Zu den häufigsten Ursachen von lautem Atmen zählt Übergewicht. Kurzatmigkeit oder Atemnot entstehen infolge überflüssiger Pfunde und können zu lauten Atemgeräuschen und Atembeschwerden führen. Durch einen Abbau des Übergewichts lassen sich die Nasenatmung verbessern und laute Atemgeräusche vermindern.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Schnarchformen erhalten Sie hier.

Was begünstigt Schnarchen?

Zu den Hauptursachen für das Schnarchen gehören Übergewicht, Medikamente, Tabaksucht und Alkohol sowie Allergien. Insbesondere die Bettfedernallergie sowie die Hausstaubmilbenallergie gehören zu den Gründen, die das Schnarchen begünstigen können. Die Vielzahl der Ursachen und deren Vermeidung bzw. Beseitigung haben Betroffene somit selbst in der Hand. Hinzu kommen zahlreiche physische Gründe und Faktoren wie das Alter, eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre, die sich als Schnarchursachen erweisen können.

Übergewicht

Alkohol- und Nikotinkonsum vor dem Schlafen

Schlaftabletten, Beruhigungsmittel

Schlafen auf dem Rücken

Die Ursachen des Schnarchens sind vielfältig

Verkrümmung der Nasenscheidewand

Die Nasenscheidewand ist die Trennwand zwischen den beiden Nasenhöhlen. Sie besteht aus Knorpeln, Knochen und Blutgefäßen. Die Knorpel machen sie elastisch, die Knochen sorgen für Stabilität. Wenn sich die Scheidewand genau in der Mitte zwischen den Nasenhöhlen befindet, ist die Luftzirkulation am besten. Bei einer Nasenscheidewandverkrümmung ist die Trennwand verbogen oder verschoben. Dies kann angeboren sein, während des Wachstums auftreten oder durch einen Unfall entstehen. Die Luft zirkuliert nicht richtig. Der Betroffene kann schlecht durch die Nase atmen. Atemwegsinfekte und Schnarchen sind die Folge. Weitere mögliche Symptome sind Kopfschmerzen, Druck auf den Ohren, gestörtes Riechen, Mundgeruch, Schlafprobleme oder eine geringere Leistungsfähigkeit. Durch die schlechte Belüftung der Nase können sich die Schleimhäute entzünden und einen chronischen Schnupfen oder eine Nasennebenhöhlenentzündung verursachen. Der Betroffene atmet durch den Mund. Die Erreger werden von den Flimmerhärchen in der Nase nicht gefiltert und können eine Entzündung von Mittelohr, Mandeln oder Bronchien hervorrufen.

Korrektur der Nasenscheidewand

Wenn die Gesundheit des Betroffenen aufgrund des starken Schnarchens oder anderer Folgen leidet, sein Leben und seine Leistungen stark beeinträchtigt sind, wird ein Arzt eine Operation zur Korrektur der Nasenscheidewand empfehlen. Bei der Operation werden die verbogenen Teile neu zusammengesetzt und mit Kunststoffplättchen gesichert, damit Knochen und Knorpel gerade zusammenwachsen können. Dadurch kann der Betroffene wieder ohne Probleme durch die Nase atmen und schnarcht nicht mehr.

Eine weitere Ursache des Schnarchens ist die sogenannte Nasenscheidewandverkrümmung, welche die Nase verstopft

Abstehende knöcherne Sporne und vergrößerte Nasenmuscheln

Im hinteren Teil der Nasenscheidewand befinden sich die knöchernen Sporne. Diese können zu groß oder stark verkrümmt sein und abstehen. Dadurch beeinträchtigen sie die Nasenatmung – Schnarchen kann die Folge sein. Wenn die Sporne zu weit in die Nasenhöhle ragen, können sie zudem die Schleimhaut der Nasenmuschel verletzen.

Die Nasenmuscheln gehören zum Naseninneren und bestehen aus Knochen. Sie reichen von der seitlichen Nasenwand in die Nasenhaupthöhle hinein und regulieren den Luftstrom. Der Mensch hat obere, mittlere und untere Nasenmuscheln. Wenn die unteren Nasenmuscheln vergrößert sind, ist die Nasenatmung behindert. Zu den Folgen gehören eine vermehrte Mundatmung, Infekte der Atemwege und manchmal eine Mandelentzündung oder Riechprobleme. Im Liegen wird die Nasenatmung stärker behindert, was dann das Schnarchen fördert.

Operation von knöchernen Spornen und Nasenmuschel

Die abstehenden knöchernen Sporne können durch eine Operation begradigt werden. Bei vergrößerten Nasenmuscheln helfen kurzfristig abschwellende Nasentropfen. Dies ist vor allem dann so, wenn die Muscheln als Folge eines Infektes angeschwollen sind. Zur dauerhaften Verkleinerung hat sich mittlerweile eine Operation mit Laserstrahl bewährt. Dabei wird die Schleimhaut auf den Nasenmuscheln mit elektrischem Strom oder Radiofrequenz erhitzt, wodurch sie abschrumpft.

Geschwollene Mandeln

Sind die Mandeln geschwollen, besteht meist eine akute Mandelentzündung. Bei geschwollen Mandeln wird Schnarchen durch die eingeengten Atemwege hervorgerufen.

Die Krankheit wird durch Bakterien oder Viren ausgelöst. Die Mandeln schützen den Körper und vor allem unsere Atemwege vor Erregern aus dem Mund. Sie fangen die Keime ab und bekämpfen sie. Wenn der Körper geschwächt ist, gelingt die Abwehr nicht und eine akute Mandelentzündung kann die Folge sein. Diese tritt plötzlich auf und geht meist mit hohem Fieber und starken Hals- und Schluckschmerzen einher. Wenn die Keime die Mandeln ständig besiedeln, handelt es sich um eine chronische Mandelentzündung.

Bei kleineren Kindern können die Mandeln auch vergrößert sein, weil sie zu stark wachsen. Dies geschieht, wenn sich das Immunsystem sehr schnell entwickelt. Selten sind Tumore die Ursache für vergrößerte Mandeln. Meist ist das der Fall, wenn nur eine Mandel anschwillt.

Behandlung akuter und chronischer Mandelentzündungen

Bei einer akuten Mandelentzündung verschreibt der Arzt Antibiotika und eventuell Lutschtabletten, schmerzstillende oder fiebersenkende Medikamente. Bei einer chronischen Entzündung können die Mandeln operativ entfernt werden. Als Hausmittel werden Salzlösungen, Aloe Vera Saft oder Salbei- und Thymiantee zum Gurgeln empfohlen. Der Hals soll warmgehalten werden. Quark- oder Kartoffelwickel können den Heilungsprozess unterstützen. Die vergrößerten Mandeln bei Kindern können durch einen Eingriff verkleinert werden. Tumore müssen entfernt werden.

Erschlafftes Gewebe

Gaumensegel wird der hintere, weiche Teil des Gaumens genannt. Er gehört zur Rachenmuskulatur und endet im Zäpfchen. Eine erschlaffte Muskulatur und damit ein erschlafftes Gaumensegel führen dazu, dass das Zäpfchen tief in den Rachen hineinhängt. Beim Atmen fangen Zäpfchen und Gaumensegel an zu schwingen. Ein gleichmäßiges, leises Schnarchen ist die Folge. Dieses ist gesundheitlich unbedenklich.

Erschlafft der hintere Teil der Zunge, der Zungengrund, kann die Zunge im Schlaf nach hinten rutschen. Normalerweise entsteht beim Einatmen ein leichter Unterdruck in den Atemwegen. Doch bei einem erschlafften Zungengrund zieht sich das Gewebe bei der Unterdruckbildung stark zusammen. Der Rachenraum verkleinert sich und das Einatmen ist erschwert. An den engen Stellen fangen die weichen Teile an zu vibrieren. Abgehackte und röchelnde Schnarchgeräusche sind zu hören. Die Unterdruckbildung kann sich durch Engpässe im Nasenbereich noch weiter verschlimmern. Eine Schlafapnoe mit Atemaussetzern entsteht. Obwohl der Betroffene es nicht merkt, ist sein Schlaf gestört. Er fühlt sich am nächsten Tag unausgeschlafen. Sind die Atempausen nachts länger, wacht der Betroffene auf, um Luft zu holen.

Gezieltes Training des erschlafften Gewebes

Ein effektives Mittel einer Erschlaffung des Gewebes entgegenzuwirken und ihr vorzubeugen ist das Training der Muskulatur, beispielsweise durch Kaugummi kauen.

Bei einer leichten Schlafapnoe genügt es, auf der Seite zu schlafen. Eine Protrusionsschiene kann zusätzlich helfen. Sie drückt Unterkiefer und Zunge nach vorne und öffnet den Rachenraum für eine problemlose Atmung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Gewebeentfernung per Laser oder einer Überdruckbeatmung mithilfe einer Atemmaske, die ständig Luft in die Atemwege pumpt.

Kiefergelenkprobleme

Zu den Ursachen des Schnarchens gehören auch Kiefergelenkprobleme, siehe anhand des Kiefermodells

Das Kiefergelenk ist die bewegliche Verbindung zwischen Unterkiefer und dem Rest des Schädels, zu dem auch der Oberkiefer gehört. Bei Kiefergelenkfehlstellungen spricht man von einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD, dabei passen Ober- und Unterkiefer nicht richtig aufeinander. Es besteht also eine Fehlstellung zwischen Unterkiefer und Gesichtsschädel. Insbesondere ein zu kleiner oder verkürzter Unterkiefer kann zu Schmerzen im Kiefergelenk, Kopf und Rücken und zu Schnarchlauten führen. Der Platz in der Mundhöhle ist sehr begrenzt. Bei einer Kieferfehlstellung sind die Atemwege in der Folge eingeengt, was das Schnarchen begünstigt.

Ein fehlgebildeter Kiefer kann angeboren sein oder durch Wachstumsstörungen entstehen. Oft sind Fehlstellungen der Zähne eine Folge. Zusätzlich ist eine psychische Beeinträchtigung möglich, da ein verkürzter Unterkiefer nicht dem heutigen Schönheitsideal entspricht.

Behandlung von Kieferfehlstellungen

Zur Behandlung einer leichten Kieferfehlstellung kann eine Zahnspange getragen werden. Eine Zahnspange ist bei Kindern zwischen neun und dreizehn Jahren am wirkungsvollsten. Ihr Kiefer ist noch im Wachstum begriffen, aber auch Jugendliche und Erwachsene können behandelt werden. Daneben gibt es angepasste Aufbissschienen, die dabei helfen die Kiefergelenkfehlstellung zu korrigieren.

Eine schwere Kieferfehlstellung muss durch einen chirurgischen Eingriff behoben werden. Dieser sollte gut geplant werden, da der Betroffene durch eine Kieferveränderung auch eine neue Gesichtsform erhält. Eine Operation wird deshalb nur bei Erwachsenen und von erfahrenen Kieferchirurgen vorgenommen. Nach dem Eingriff muss meist auch die Zahnstellung korrigiert werden.

Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung

Ein Schnupfen tritt meist zusammen mit einer Grippe, Erkältung oder Allergie auf. Grippe und Erkältung sind akute Infektionskrankheiten der Nasenschleimhaut und der Nasennebenhöhlen. Ursache sind verschiedene Viren, die durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektion weitergegeben werden. Die ersten Anzeichen von Erkältung oder Grippe sind ein Frösteln und Schmerzen im Kopf, Hals und in den Gliedern. Oft kommt Fieber dazu. Die Nase läuft und verstopft, was zu Mundatmung und Schnarchlauten führt.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung entsteht, wenn sich die Viren in der Nase weiter ausbreiten. Die Nasennebenhöhlen sind mit Luft gefüllte Hohlräume zwischen den Schädelknochen. Sie schließen sich direkt an die Nasenhaupthöhle an. Bei einer Entzündung schwellen die Zugänge an, das Sekret kann nicht abfließen und die Nebenhöhlen vereitern. Fieber, Kopfschmerzen und Sehstörungen sind häufige Symptome. Heilt eine Nasennebenhöhlenentzündung nicht aus, wird sie chronisch. Die geschwollenen Schleimhäute und die Verstopfung der Zugänge zu den Nebenhöhlen sind auch die Ursachen für das Schnarchen.

Hilfe bei (schweren) Erkältungen

Je nach Symptomen kann eine Erkältung mit Schmerzmitteln, abschwellenden Nasensprays, Nasensalben, Inhalationen und Lutschtabletten behandelt werden.

Zusätzlich gibt es pflanzliche Arzneimittel wie Echinacea, Kurkuma, Zwiebeln oder Salbei, welche die Beschwerden lindern. Abschwellende Nasensprays und Schmerzmittel helfen auch bei Nasennebenhöhlenentzündung.

Wenn diese chronisch ist, kann der Patient kortisonhaltige Nasentropfen nehmen. Nur im äußersten Notfall wird der Arzt einen chirurgischen Eingriff in Betracht ziehen.

Wichtig zum Kurieren beider Krankheiten ist, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum genügend hoch ist und der Betroffene viel trinkt.

Auch Schnupfen & eine Nasennebenhöhlenentzündung kann Ursache für Schnarchen sein

Polypen und Allergien

Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen in der Nasenschleimhaut. Sie können eine Größe von mehreren Zentimetern erreichen, bestehen aus weichem Bindegewebe und sind mit Flüssigkeit gefüllt. Am Anfang bemerkt der Betroffene die Polypen nicht. Doch mit der Zeit können diese bis in die Nasenhaupthöhle hineinwachsen und die Atmung durch die Nase beeinträchtigen. Die Person atmet vermehrt durch den Mund, was zu Halsentzündungen führen kann. Der Betroffene fängt an zu näseln, kann Mundgeruch oder Erkältungen bekommen, sein Riechvermögen ist schlecht und er beginnt zu schnarchen.

Polypen und verstopfte Atemwege können ebenfalls Ursache für das Schnarchen sein

Kleine Polypen können mit kortisonhaltigen Nasensprays behandelt werden. Falls diese nicht helfen, gibt es eine höhere Dosis in Tablettenform. Kortison stoppt das Wachstum der Polypen und lässt sie schrumpfen. Wenn sich kein Erfolg einstellt, müssen die Polypen operativ entfernt werden. Als unterstützende Maßnahmen für feuchte Schleimhäute gelten Inhalationen mit Thymian, Nasenduschen mit Salzwasser und viel trinken.

Eine Allergie ist eine Abwehrreaktion des Immunsystems auf harmlose Stoffe, welche von außen auf den Körper eindringen. Vor allem bei Allergien auf Pollen, Tierhaare oder Hausstaub schwellen die Nasenschleimhäute als allergische Reaktion an. Dies kann zu Schnarchlauten führen. Entzünden sich die Nasenschleimhäute, können sich zudem Polypen bilden.

Allergiker sollten allergieauslösende Stoffe meiden. Ist die Allergie stark, kann der Arzt Antihistaminika in Tablettenform, als Nasenspray oder Kortisonpräparate verschreiben. Eine weitere Alternative ist die Hyposensibilisierung. Dabei wird dem Körper eine immer höhere Konzentration des allergieauslösenden Stoffes verabreicht, wodurch sich das Immunsystem an das Allergen gewöhnt und sich die Symptome verringern oder komplett verschwinden.

Dysfunktion der Schilddrüse

Die Schilddrüse liegt unterhalb des Kehlkopfes. Sie hat die Form eines Schmetterlings und produziert wichtige Hormone für den Körper. Schnarchen kann die Folge einer Schilddrüsenunterfunktion sein. Selten ist Schnarchen auch eine Folge einer Schilddrüsenentzündung oder eines Schilddrüsentumors.

Die Schilddrüsenunterfunktion ist entweder angeboren oder entwickelt sich schleichend. Die Schilddrüse produziert dabei zu wenig von bestimmten Hormonen. Als Folge laufen die Stoffwechselfunktionen des Körpers langsamer ab. Gehirn und Körper sind weniger leistungsfähig. Bei Kindern kann eine Schilddrüsenunterfunktion zu geistigen und körperlichen Entwicklungsverzögerungen führen. Die Beeinträchtigungen, die mit einer Unterfunktion einhergehen, sehen bei jedem Betroffenen anders aus. Mögliche Symptome sind Müdigkeit, Lustlosigkeit, Konzentrationsstörungen, Verstopfung, Gewichtszunahme, heisere Stimme, brüchige Nägel und Haare, trockene Haut und ein verlangsamter Herzschlag.

Behandlungsoptionen bei Schilddrüsenunterfunktion

Eine Schilddrüsenunterfunktion lässt sich nicht heilen. Der Betroffene muss regelmäßig Schilddrüsenhormontabletten einnehmen. Er beginnt mit einer niedrigen Dosierung und steigert diese langsam. Wenn der Patient sich gut fühlt und sein Hormonspiegel im Normbereich liegt, stimmt die Dosis. Es ist ihm so möglich, ein normales Leben zu führen. Allerdings muss der Arzt die Medikamenteneinstellung immer wieder überprüfen.

Gegen eine Entzündung wird der Arzt Antibiotika verschreiben. Zusätzlich helfen entzündungshemmende Medikamente und das Kühlen der entsprechenden Stelle. Bei einem Tumor oder einer Vergrößerung der Schilddrüse wird diese komplett oder teilweise entfernt. Der Patient muss danach in der Regel Schilddrüsenhormone einnehmen.

Rauchen und Alkohol

Raucher schnarchen öfter als Nichtraucher. Dies gilt insbesondere für Frauen. Je mehr Tabak konsumiert wird, desto lauter das Schnarchen. Wie genau das Rauchen Schnarchlaute auslöst, ist noch nicht geklärt. Rauchen reizt in jedem Fall die Atemwege, wodurch der Betroffene schlechter Luft bekommt. Zusätzlich können Entzündungen mit Schwellungen oder verdickte Schleimhäute die Atemwege verengen.

Hier hilft nur, mit dem Rauchen aufzuhören. Das kann bei Bedarf durch eine Nikotin-Ersatztherapie, eine Verhaltenstherapie, Hypnose oder Akupunktur erreicht werden.

Alkohol schwächt die Muskelspannung und lässt Gewebe und Gaumensegel erschlaffen. Der natürliche Schlafrhythmus verändert sich, der Betroffene gelangt schneller in die Tiefschlafphase. Äußere Geräusche und damit auch die eigenen Schlafgeräusche werden nicht gehört und Atemaussetzer führen nicht zum Erwachen. Der Schlafende dreht sich unter Alkoholeinfluss selten in eine andere Position. Fast alle Menschen, die Alkohol zu sich nehmen, schnarchen. Dafür reicht schon ein Glas mit einem alkoholischen Getränk.

Wer Ruhe im Bett haben möchte, sollte mindestens vier Stunden vor dem Schlafen gehen keinen Alkohol mehr trinken.

Falsche Ernährung und Übergewicht

Wer abends fette und schwer verdauliche Nahrung zu sich nimmt, fördert das Schnarchen. Der Verdauungsapparat ist nachts gefordert und der Körper kann sich schlecht erholen und regenerieren. Er muss die gesamte Energie für die Verdauung aufwenden.

Tomaten und scharfes Essen können Sodbrennen auslösen, Koffein und Speisen mit Zucker putschen auf. Milchprodukte können eine Schleimschicht im Mund bilden. Der Betroffene schläft unruhig und schnarcht vermehrt.

Zu empfehlen ist ein leichtes Abendessen, das mindestens zwei Stunden vor dem Schlafen eingenommen wird. Honig und Pfefferminztee halten die Atemwege frei. Fisch und Olivenöl enthalten im Gegensatz zu Fleisch und Butter ungesättigte Fettsäuren, die sich leichter verdauen lassen. Sojamilch kann statt Kuhmilch verwendet werden.

Übergewichtige schnarchen häufiger als Normalgewichtige. Unter Übergewicht leidet, wer einen Body-Mass-Index (BMI) von über 25 hat. Der BMI berechnet sich wie folgt: Körpergewicht geteilt durch Körpergröße im Quadrat.

Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und verschiedene Krankheiten können zu Übergewicht führen. Bei Übergewicht besitzt der Körper unnötige Fettdepots, darunter auch am Hals. Unter anderem kann ein Doppelkinn für das Schnarchen verantwortlich sein. Bei Übergewicht lagert sich Fett unter der Haut an und drückt nach innen, dabei engt es die Luftwege ein – Schnarchlaute  sind die Folge.

Das Gewicht kann durch Ernährungsumstellung, Sport, Stressabbau, eine medikamentöse oder eine chirurgische Therapie reduziert werden. Sobald sich der BMI verringert, lässt meist auch das Schnarchen nach.

Schnarchen & falsche Ernährung & damit auch das Thema Übergewicht haben einen Zusammenhang

Psychische Ursachen und Stress

Stress kann physische oder psychische Ursachen haben wie eine schwere Krankheit, Schmerzen, private oder berufliche Belastung, starke Gefühle, ungünstige Umwelteinflüsse und unregelmäßigen Schlaf. Wer gestresst ist, schüttet vermehrt Adrenalin aus, wodurch sich Blutdruck, Blutzucker und Muskelspannung im Körper erhöhen. Der Körper wird darauf vorbereitet, in einer Gefahrensituation sofort reagieren zu können. Kurzfristig macht Stress also Sinn. Wenn jemand jedoch häufig oder ständig unter Stress steht, kann der Körper sich nicht erholen. Der Betroffene schüttet dauernd Stresshormone aus, was mit der Zeit zu einer Abnahme der Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit führt.

Dauerstress schwächt das Immunsystem und schädigt den Körper. Krankheiten wie Erkältungen, Allergien, Krebs, Herzinfarkt, Rückenschmerzen und Depression sind die Folge. Lang anhaltender Stress kann zu Erschöpfungszuständen und Burn-out führen. Wer ständig erregt ist, kann auch schlecht schlafen und schnarcht häufiger.

Stress sollte wenn möglich vermieden werden. Wenn dies nicht gelingt, muss der Betroffene in einer Psychotherapie neue Strategien lernen, um seine Probleme lösen und seine Zeit einteilen zu können. Zusätzlich helfen Entspannungstechniken wie Progressive Muskelspannung, Autogenes Training oder Yoga. Auch wer Sport treibt kann entspannter reagieren. Soziale Kontakte bauen den Betroffenen auf und lösen positive Gefühle aus. Beruhigungsmittel sollten nur kurzfristig eingenommen werden, da sie auf Dauer abhängig machen.

Schwangerschaft und Wechseljahre

Auch Schwangerschaft oder Wechseljahre können eine Ursache des Schnarchens sein

Gegen Ende der Schwangerschaft schnarcht etwa ein Drittel aller Frauen. Die Gewichtszunahme und eine eventuelle Rückenlage begünstigen das Schnarchen. Zusätzlich sind die Nasenschleimhäute durch die Hormonveränderung einer Schwangeren stärker durchblutet und können anschwellen. Während der Schwangerschaft lockert sich das Gewebe im gesamten Körper der Frau, so auch im Rachenraum.

Schwangere, die schnarchen, haben öfter einen erhöhten Blutdruck oder eine Schwangerschaftsvergiftung. Eine strenge Beobachtung durch den Arzt ist deshalb wichtig. Das Schnarchen wird im Normalfall nicht behandelt, denn es hört nach der Schwangerschaft wieder auf.

Wenn das Schnarchen den Schlaf stört, kann die Betroffene die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer erhöhen, den Kopf hoch lagern, auf der Seite schlafen oder Nasenpflaster und Nasensprays mit einer Salzlösung verwenden.

In den Wechseljahren verändert sich der Körper der Frau durch das Absinken der weiblichen Sexualhormone. Die Fortpflanzungsfähigkeit der Frau ist beendet. Dies geschieht um das 50. Lebensjahr. Durch den sinkenden Hormonspiegel lässt die Spannung in der Muskulatur der Atemorgane nach. Das Gewebe erschlafft. Eine Folge ist eine Verengung der Luftwege. Etwa 30 Prozent der Frauen fangen an zu schnarchen oder ihr Schnarchen verstärkt sich.

Die Betroffenen sollten beim Arzt abklären lassen, ob sich eine Schlafapnoe entwickelt hat. Je nach Ursache des Schnarchens können eine spezielle Zahnspange oder Schnarchschiene, eine Atemmaske, Hormontabletten oder in schwerwiegenden Fällen ein chirurgischer Eingriff helfen.

Bestimmte Medikamente

Menschen, die nicht schlafen können, greifen oft zu Schlaf- oder Beruhigungsmitteln. Diese Mittel enthalten synthetische oder pflanzliche Wirkstoffe. Bei Einschlafstörungen kann ein Mittel mit kürzerer Wirkdauer, bei Durchschlafstörungen eines mit längerer Wirkdauer eingenommen werden.

Baldrian, Melisse, Lavendel, Hopfen und Passionsblume sind pflanzliche Mittel, die hauptsächlich zum Einschlafen verwendet werden. Pflanzliche Mittel sollten nicht länger als zwei Wochen genommen werden, da sie psychisch abhängig machen. Der Betroffene kann dann nicht mehr ohne Medikament einschlafen.

Synthetische Schlafmittel wirken stärker:

  • Benzodiazepine beruhigen und fördern den Schlaf, doch sie machen abhängig und dürfen nur in Ausnahmefällen benutzt werden.
  • Ähnlich wirken die Nicht-Benzodiazepin-Agonisten, allerdings sind sie weniger stark und machen deswegen weniger abhängig.
  • Barbiturate, die Salze und Derivate der Barbitursäure, sind hilfreich, doch die Wirkung lässt nur langsam nach und der Betroffene fühlt sich am Morgen oft noch müde. Das Abhängigkeitspotenzial ist hoch.
  • Antihistaminika wirken beruhigend. Sie machen kaum abhängig, doch auch hier bleibt am nächsten Tag oft eine Restmüdigkeit bestehen.

Schlafmittel wirken beruhigend, Angst lösend und Schlaf fördernd und sorgen für eine Entspannung der Muskeln. Dadurch erschlafft auch das Gewebe im Rachenraum – Schnarchgeräusche können die Folge sein. Wenn Schlafmittel nur in Ausnahmesituationen eingenommen werden, ist das Schnarchen nicht problematisch. Sobald auf das Medikament verzichtet wird, lassen die Schnarchlaute in aller Regel nach.

Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Nicht nur Männer können leidenschaftliche Schnarcher sein – auch Frauen, vor allem dann, wenn sie in die Wechseljahre kommen, schnarchen. So schnarchen mit dem Beginn der hormonellen Umstellung rund 40 % der Frauen.

„Weibliche Symptome“ sorgen oft für die falsche Diagnose.

Frauen, welche unter Schlafapnoe leiden, zeigen häufig andere Symptomen als Männer. Sie klagen über unruhige Beine, sind am Tag müde, leiden unter Depressionen und verspüren starke Kopf- und Muskelschmerzen. Das sind keinesfalls Symptome, die sofort auf eine Schlafapnoe hinweisen, sodass Mediziner oftmals den wahren Grund der Beschwerden übersehen. In weiterer Folge kommt es zur falschen Diagnose.

Der entscheidende Unterschied zwischen dem Schnarchen bei Frauen und Männern können, neben den allgemeinen Ursachen wie dem Alter, dem Lebenswandel und der Ernährung, die Hormone, im speziellen das Östrogen sein. Daneben kann mit dem beginnenden Einnehmen der Pille und den darauffolgenden hormonellen Umstellung auch schon in jungen Jahren zu vorübergehenden hormonellen Schwankungen kommen, die das Schnarchen begünstigen können. Mit der Zeit erledigt sich das Schnarchproblem hierbei jedoch meist wie von selbst.

Das weibliche Sexualhormon beeinflusst die Bildung des sogenannten Glückshormons Serotonin. Serotonin ist wiederum wichtig für die Muskeln und deren Anspannung. Sinkt der Östrogenspiegel mit dem Beginn der Wechseljahre oder bei hormonellen Ungleichgewichten auch schon im jüngeren Alter, nimmt die Konzentration an Serotonin ebenso ab, wodurch die Muskeln und das Gewebe in Nase und Rachen weniger straff sind, während des Schlafs leichter absinken, die Atmung einschränken und das Schnarchen auslösen.

Bei der Schlafapnoe entspannt sich die hintere Rachenmuskulatur dann derart stark, dass es zur Blockade der oberen Atemwege kommt, sodass der Schlaf unterbrochen wird.

Frauen sollten einen Spezialisten aufsuchen

Aufgrund der Tatsache, dass viele Frauen gar nicht bemerken, dass sie schnarchen, wird dieser Zustand oftmals nicht rechtzeitig behandelt. Das ist ein gravierendes Problem, weil so schwerwiegende Folgen für die Gesundheit möglich sind: Diabetes, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und auch das Risiko eines Schlaganfalls ist erhöht.

Schnarchen Frauen aufgrund der Hormonumstellung in den Wechseljahren, leiden sie nicht nur an anderen Beschwerden, sie müssen zum Teil auch anders als die Männer behandelt werden. Spezielle Hormonpräparate, die Östrogen enthalten, können das Schnarchen reduzieren.

Da diese Mittel immer mit Nebenwirkungen verbunden sind, raten Ärzte jedoch meist dazu, zunächst auf einfache Hilfs- und Hausmittel zurückzugreifen, um dem Problem Herr zu werden.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass sich betroffene Frauen von einem Spezialisten beraten und behandeln lassen, der über ausreichend Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt.

Ursachen bei Kindern und Babys

So mancher Säugling zählt zu den geräuschvollen Schläfern. Im Rachen hat sich bei den ganz Kleinen die Schleimhautfalte noch nicht gänzlich entfaltet. Da die Atemwege in dieser frühen Lebensphase noch recht eng sind, kommt es zum Schnarchen. Häufige Ursachen fürs Schnarchen in diesem Alter können auch eine verstopfte Nase, ein Schnupfen oder gar ein Infekt sein.

Die Polypen in der Nase sind bei Kindern ein häufiger Grund, warum sie schnarchen. Dabei sind drei- bis fünfjährige Kinder vom kindlichen Schnarchen am ehesten betroffen. In diesem Alter können sich die lymphatischen Gewebe vergrößern. Auch zu einer Vergrößerung der Gaumen- oder Rachenmandel kann es in der Kindheit kommen. Polypen und große Mandeln führen in den oberen Atemwegen zu einer Verengung. In Zusammenhang mit dieser verengten Anatomie im Atemwegsbereich und einem verminderten Muskeltonus kann es beim schlafenden Kind zum Schnarchen kommen.

Eine gesunde Ernährung hilft gegen das Schnarchen

Die Ursachen für Schnarchen bei Babys & Kleinkindern ist weitgehend geklärt.

Ein gesunder und erholsamer Schlaf ist bei Babys und Kindern nur dann möglich, wenn auch die Schlafhygiene gut ist. Der Schlafrhythmus sollte geregelt eingehalten werden, Schlafrituale gilt es zu pflegen.

Treten bei Kindern Schnarchprobleme auf, kann eine Ursache, ebenso wie bei Erwachsenen, ein ungesunder Lebensstil sein. Kinder sind lebenslustige Wesen und oftmals sehr hungrig.

Eine falsche und ungezügelte Nahrungsaufnahme führt jedoch alsbald zu Übergewicht. Dieses begünstigt wiederum die Schnarchentwicklung bei einem kleinen Kind, denn auch im Rachengewebe wird Fett eingelagert, das die Atemwege zusätzlich verengt.

Zudem ist der Anteil an schnarchenden Kindern deutlich höher, wenn sie sich schon früh zu den Passivrauchern zählen müssen. Dadurch können im Mund- und Rachenraum Schwellungen und Entzündungen auftreten. Das Passivrauchen schädigt die Schleimhaut in Mund und Hals. Das Schnarchrisiko erhöht sich somit drastisch, da die Atmung des kleinen Kindes negativ beeinträchtigt wird.