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Schnarchen Symptome und die Folgen

Menschen, die schnarchen, leiden unter diesen Folgen

  • schlafen schlechter und unruhiger
  • wachen nachts plötzlich und oft auf
  • sind nach dem Aufstehen nicht ausgeruht
  • neigen zu Sekundenschlaf
  • leiden tagsüber unter Müdigkeit und Mattheit
  • können sich schlechter konzentrieren
  • sind weniger leistungsfähig
  • können am obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom leiden, was die o. g. Symptome verstärkt

Gesundheitliche Risiken

Mehr als die Hälfte aller Männer und beinahe ein Drittel aller Frauen schnarchen. Selbst wenn der Schnarcher sich nicht über sein Leiden bewusst ist, fühlt sich jedoch der Partner meist durch die nächtlichen Geräusche belästigt. Er findet keine Ruhe, dreht sich von einer Seite auf die andere und wird immer wieder aus dem Schlaf gerissen. Der Schnarchende schadet also nicht nur sich selbst, sondern stört auch seine Mitmenschen und lässt sie mitleiden.

Dabei raubt Schlafapnoe nicht nur den Betroffenen und deren Partnern nachts den Schlaf, sondern kann auch gefährliche Folgen für die Gesundheit haben. Wird das Schnarchen nicht behandelt, kann es nicht nur zu Spannungen in der Partnerschaft kommen, auch psychisch und physisch bedingte Gesundheitsprobleme können auftreten.

Menschen, die schnarchen, haben ein deutlich höheres Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden und auch die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken, wird durch Schnarchen begünstigt.  

Was ist Schlafapnoe?

Die „Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin“ (kurz: DGSM) hat herausgefunden, dass etwa 5 Prozent der Erwachsenen am Schlafapnoe-Syndrom leiden.

Die Wahrscheinlichkeit einer Schlafapnoe nimmt mit steigendem Alter zu. Von diesem Leiden sind hauptsächlich Männer betroffen. Übersetzt bedeutet der Begriff Schlafapnoe „Atemstillstand im Schlaf“.

Bei dieser Störung sind die Atemwege deutlich verengt. Die Atmung wird dadurch nicht nur erheblich erschwert, sondern kann sogar vollständig aussetzen.

Frauen wie Männer leiden darunter, wenn sie in der Nacht durch ihr eigenes Schnarchen geweckt werden. Bei dieser Schnarchform, der Schlafapnoe, schnarcht der Betroffene nicht dauerhaft. Zwischendurch ist es immer wieder still – das Schnarchen ist kurzzeitig vorbei. Doch nicht nur das Schnarchen hat aufgehört – auch die Atmung setzt aus. Nach wenigen Augenblicken schnappt der Betroffene dann nach Luft, wird davon wach oder schläft weiter, bevor wieder das Schnarchen beginnt und sich der Vorgang wiederholt. Das ist für die Person, deren Nachtruhe ständig gestört wird, unangenehm und störend, vor allem ist es jedoch ein nicht zu unterschätzendes Risiko, das in der Folge zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.

Schnarchformen

Es wird zwischen zwei Schnarchformen unterschieden.

Das ungefährliche Schnarchen verläuft beim betroffenen Menschen ganz ohne Atemstörung. Hier treten keine Phasen einer Minderatmung und keine Atempausen auf. Der Schnarcher leidet weder an Schlafstörungen noch an übermäßiger Schläfrigkeit während des Tages.

Das Schnarchen kann gekoppelt mit einer Atemstörung zu gravierenden Folgen führen. Insbesondere, wenn es im Zusammenhang mit dem Schnarchen zu gefährlichen Atemaussetzern kommt. Dann handelt es sich um das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS).

Chronische Schlafapnoe entsteht durch das Erschlaffen des Zungenmuskels. Durch dieses Nachlassen der Muskulatur kommt es zu einer Verengung der oberen Atemwege.

Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit führt das zu pathologischen Apnoen (krankhaften Atempausen, die bis zu einer Minute und länger dauern).

Die häufig eintretenden kurzen Aufwachreaktionen bedeuten für den Betroffenen puren Stress beim Schlafen. Zudem tritt ein gefährlicher Sauerstoffmangel ein, da es immer wieder zu Atemstillständen während des Schlafens kommt mit weitreichenden Folgen. Hierbei handelt es sich um eine ernsthafte Erkrankung.

Die meisten Schnarcher leben dann mit einem deutlich höheren Gesundheitsrisiko. Abgesehen von der Schlafstörung und den psychischen Belastungen des Schnarchers und seiner Mitbewohner kann das starke Schnarchen schlimme Folgen haben.

Was sind die Folgen chronischer Schlafapnoe?

Empfehlung des Arztes um Schnarchen zu verhindern

Das Schnarchen kann eine ganze Reihe an Symptomen auslösen. Hierzu gehören:

  • Schlafstörungen und Müdigkeit (Die unbewussten und bewussten Weckreaktionen stören den Schlafzyklus ungemein.)
  • Depressionen und eine oft unerklärbare Tagesmüdigkeit aufgrund der Schlafstörungen bis hin zu unangenehmen Erschöpfungszuständen
  • morgendliche Kopfschmerzen bzw. Migräne und erhebliche Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnisschwäche und verminderte Leistungsfähigkeit
  • morgendliche Mundtrockenheit und Halsschmerzen
  • Verspannungen
  • Sekundenschlaf am Steuer
  • Impotenz

Außerdem ist eine unbehandelte chronische Schlafapnoe häufig der Grund für Beeinträchtigungen im Job.

Aufgrund der Tatsache, dass ein Nichterreichen der Tiefschlafphase über Wochen oder Monate das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, muss die Schlafapnoe als großer Risikofaktor einer schweren Erkrankung gesehen werden. Langzeitwirkungen des Atemstopps reichen von Bluthochdruck und Herzinfarkt bis zum Schlaganfall.

Chronische Schlaf-Apnoe sollte diagnostiziert werden, denn sie ist glücklicherweise behandelbar. Wenn der Verdacht besteht, dass sie unter Schlaf-Apnoe leiden, sollten sie als Betroffener Ihren Hausarzt oder einen Spezialisten (Pulmologen/ Pneumologen – Lungenfachärzte, Neurologen – Nervenärzte, Otolaryngologen – HNO-Ärzte, Schlafexperten) konsultieren. Diese werden Sie bei Verdacht auf Apnoe an ein Schlaflabor überweisen.

Falls die Untersuchung bestätigt, dass Sie an chronischer Schlaf-Apnoe erkrankt sind, gibt es je nach Schwere Ihrer Erkrankung verschiedene Behandlungsmethoden. Bei leichten bis mittelstarken Apnoen, in Folge einer Atemwegsverengung, kann eine Behandlung durch Unterkieferprotrusionsschienen (UPS) erwogen werden.

Der Unterschied zwischen obstruktiver und zentraler Apnoe?

Bei einer Schlafapnoe wird zwischen einer zentralen und einer obstruktiven Form unterschieden.

An einer obstruktiven Apnoe leiden meist Männer höheren Alters, während Frauen aufgrund anatomischer Unterschiede im Halsbereich bis zu ihrer Menopause von diesem Leiden verschont bleiben.

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom gilt als häufigste Apnoe-Form. Wenn die Muskeln des weichen Gaumens während des Schlafs erschlaffen, fällt die Zunge zurück. Der Schlafende bekommt dann entweder zu wenig oder überhaupt keine Luft mehr.

Da aufgrund der ausbleibenden Atmung der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt, entsteht eine vorübergehende Mangelversorgung des Gewebes. Das heißt, zehn Sekunden, mehr als zehnmal in einer Stunde, wird das Gehirn mit weniger Sauerstoff versorgt.

Der Organismus reagiert mit einer Aktivierung der Atemmuskeln des Zwerchfells und des Brustkorbs. Gleichzeitig erhöht das Herz seine Leistung, sodass der Betroffene aus der Tiefschlafphase rutscht, nur noch einen sehr leichten Schlaf hat und der Blutdruck gleichzeitig steigt und der Schlafende häufig kurzzeitig aufwacht. Die Muskulatur spannt sich an, die Atemwege öffnen sich wieder.

Von schlafbezogenen Atmungsstörungen, die eine zentrale Schlafapnoe auslösen, ist in der Altersgruppe der über 60-Jährigen jeder Vierte betroffen. Die Atemaussetzer sind bei einer Apnoe so deutlich ausgeprägt, das Schlafende aufwachen und Luft holen. Da sich dieser Vorgang in der Nacht mehrfach wiederholt, wird der Schlaf massiv gestört.