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Unser lebenswichtiges Organ kann bei vielen Menschen Unterstützung gut gebrauchen. Spezielle Therapiegeräte helfen.

Atmen und unsere Lunge – darüber denken viele Menschen wenig nach. Der Grund ist einfach: Der Atemreflex wird ganz automatisch vom vegetativen Nervensystem eingeleitet, Luft strömt in unsere Lungen und versorgt den Körper mit Sauerstoff. Aber dies ist nur die halbe Wahrheit, denn auch der Prozess des Ausatmens ist überlebenswichtig; mit der verbrauchten Atemluft wird CO2 aus dem Körper heraustransportiert und der pH-Gehalt im Blut so reguliert. Funktioniert diese Regulation nicht korrekt und das CO2 bleibt in Teilen im Blut, dann kann dies zu vermehrter Müdigkeit, ja sogar Verwirrtheit, führen.

Zwei Lungenflügel befinden sich in unserem Brustkorb. Beide Flügel werden wiederum in Lungenlappen unterteilt. Hiervon bietet der rechte Lungenflügel drei und der linke zwei. Einen Lappen weniger? Der Grund dafür ist, dass auf der linken Seite unser Herz untergebracht ist und dieses einfach etwas Raum benötigt. Diesen bekommt es durch einen etwas kleineren Lungenflügel. Und auch ein Muskel ist mit im Spiel: das Zwerchfell. Dieses spüren Sie nur immer dann, wenn Sie einen Schluckauf haben. Ansonsten tut es klaglos seinen Dauerdienst.

Grafische Darstellung der menschlichen Lunge
Bildquelle: pixabay

Viele kennen auch die Lunge aus Bildern mit einem schwammartigen Aussehen. Grund dafür sind die Lungenbläschen, die Alveolen. Sie stehen am Ende der stark verästelten Bronchien und sorgen für den Gasaustausch zwischen dem Blut und der in ihnen enthaltenen Luft. Je nach Zustand, also ob gerade ein- oder ausgeatmet wird, sind sie winzig klein, gerade einmal 50 bis 250 Mikrometer. Mehr als 300 Millionen dieser winzigen Bläschen enthält unsere Lunge. Und unsere Lunge muss mit dem Austausch von frischer und verbrauchter Luft immer auch eine Reinigungsfunktion wahrnehmen. Gelangen Schadstoffe mit der Luft in den Körper, werden diese über die Schleimhäute daran gehindert, tief in die Lunge zu gelangen. Schaffen es Viren und Bakterien aber doch in die Atemwegswände, dann kommt es zu einer Entzündungsreaktion, bei der verstärkt Blut und Flüssigkeit in die Atemwege gelangt, um die Entzündung zu bekämpfen – die Ausdehnung des Gewebes verursacht dann die bekannten Schmerzen.

Schützenswert

Aufgrund ihres ständigen Kontaktes mit der Außenwelt, sind die Atemwege besonderen Gefahren ausgesetzt. Als Angreifer wirken dabei nicht nur Viren und Bakterien, sondern auch Rauch, Staub, Pollen oder Tierhaare. Und nicht nur Raucher sind betroffen, sondern auch Feinstaub aus Industrieanlagen, privaten Feuerungen und Automobilverkehr belasten enorm. Etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland leidet unter chronischer Bronchitis. Verdacht besteht immer dann, wenn ein Mensch mehrere Monate langandauernd husten muss und dabei klaren Schleim auswirft. Nahezu 90 Prozent aller Patienten sind Raucher. Die Schadstoffe im Zigarettenqualm – ebenso wie in den Feinstäuben – aktivieren weiße Blutkörperchen zu einer Abwehrreaktion, in deren Verlauf ständig Entzündungszellen ins Bronchialsystem strömen. Dieser Kampf gegen die Gifte führt schließlich zum Abbau von Lungengewebe und zunehmender Atemnot. Übrigens: Aktuelle Zahlen zeigen, dass in der EU zwar die Feinstaubbelastungen insgesamt verringert würden, dennoch aber geschätzt mehr als 240.000 Menschen an den immer noch vorhandenen Feinstaubbelastungen im Jahr 2020 verstorben sind. Eine enorme Menge.

Rückenansicht Frau in Waldlichtung Arme ausbreitend
Bildquelle: pixabay

Therapie

Im Durchschnitt atmet ein Mensch über 20.000-mal am Tag. Mehr als 10 Kubikmeter Luft werden dabei umgewälzt. Das entspricht mehr als 50 vollständig gefüllten Badewannen. Während man mit einer tiefen Atmung bis zu 7 Liter Luft und sogar mehr aufnehmen kann, ist es bei einer ganz flachen Atmung nur ein Zehntel. Und da die Zahl der Sauerstoff transportierenden roten Blutkörperchen sich währenddessen nicht verändert, wird entsprechend weniger Sauerstoff in den Körper eingetragen, was sich auf die Versorgung aller Zellen auswirkt.

Spezifische Therapiegeräte unterstützen mit einem breiten Ansatz. So wird ein positiver Ausatmungsdruck – PEP – erzeugt, welcher dazu führt, dass sich die Lunge ausdehnt, die Luft zirkuliert, so hinter die Schleimbarriere gelangt und dabei hilft, den Schleim über Bewegung zum Abfluss zu bringen. Zusätzlich wird durch Oszillation des Luftdrucks in der Lunge der Schleimabtransport unterstützt. So werden die Atemwegswände während der Therapie mit einem solchen Gerät zwischen 15 und 35 Mal pro Sekunde ausgedehnt und zusammengezogen. Besonders für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sind diese Therapiegeräte hilfreich, wird so doch die Lebensqualität entscheidend erhöht.

Atemtherapiegerät der Marke AirPhysio
Atemphysiotherapie-Gerät des Herstellers AirPhysio / Bildquelle: AirPhysio

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