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Müdes Deutschland: Schlafstörungen steigen deutlich an.

„80 % der Erwerbstätigen schlafen schlecht.“

…so das Ergebnis der repräsentativen Studie DAK-Gesundheitsreport 2017.

Erkentnisse des Gesundheitsreports 2017

Die DAK-Gesundheit ist die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland. Ihr neuer Gesundheitsreport wurde im März veröffentlicht und stellt Schlafstörungen in den Schwerpunkt.

Unter der besonders schweren Schlafstörung Insomnie (medizinischer Fachausdruck für verschiedene Arten von Schlafstörungen: Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, vorzeitiges Erwachen) leidet jeder zehnte Arbeitnehmer. Im Vergleich zu 2010, als die DAK bereits Untersuchungen zu diesem Thema durchgeführt hat, ist dies ein Anstieg um 60 %.

Der DAK-Gesundheitsreport 2017 trifft auch einige Aussagen zur Schlafapnoe. Zum Beispiel zeigt die Schlafapnoe unter den verschiedenen Schlafstörungsdiagnosen seit 2010 als einzige einen kontinuierlichen Anstieg (DAK-Gesundheitsreport 2017, Seite 67). Dies scheint vor allem darauf zurückzuführen sein, dass Patienten heutzutage mehr über Schlafstörungen wissen und ihre Ärzte gezielt darauf ansprechen (DAK-Gesundheitsreport 2017, Seite 68).

Nehmen Sie es also nicht auf die leichte Schulter, wenn Sie schlecht oder nicht genug schlafen. Gehen Sie auf jeden Fall zu Ihrem Hausarzt und schildern Sie ihm die Lage. Ihr Arzt kann am besten entscheiden, welche Art von Behandlung für Sie in Frage kommt oder ob die Überweisung zu einem Spezialisten angebracht ist.

  •  Den vollständigen Report mit der dazugehörigen Pressemeldung können Sie auf der Webseite der DAK herunterladen.
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Schlaf im Weltraum als Forschungsthema

Nachgewiesenermaßen schnarchen Astronauten im All weniger als auf der Erde. Das liegt an der Schwerelosigkeit.

Auf der Erde ist es nämlich die Schwerkraft, die die Zunge und den weichen Gaumen in den Rachenraum hinabrutschen lässt; besonders, wenn man in Rückenlage schläft. In der Schwerelosigkeit wirkt diese Kraft nicht, und daher kommt es auch nicht zu der geräuschvollen und zum Teil gesundheitsschädlichen Verengung der Atemwege.

Wie das Schnarchen auf der Erde verursacht wird, erfahren Sie in unserem Ratgeber: Schnarchen Ursachen. Weitere interessante Informationen zum Thema Schlafstörungen finden Sie auf www.schlafapnoe-online.de

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Was können Sie selbst für einen gesunden Schlaf tun?

Eine ganze Menge! Folgend eine Liste von Möglichkeiten die einen gesunden Schlaf begünstigen:

  1. Halten Sie regelmäßige Zeiten fürs Zubettgehen und fürs Aufstehen ein – so stimmen Sie die biologischen Rhythmen des Körpers aufeinander ab
  2. Wenn Sie Mittags ein Nickerchen halten, schlafen Sie nicht länger als 30 Minuten – ansonsten laufen Sie Gefahr, abends nicht müde zu sein
  3. Trinken Sie vier Stunden vor dem zu Bett gehen keinen Alkohol und versuchen Sie, auf das Rauchen ganz zu verzichten
  4. Vermeiden Sie sechs Stunden vor dem Zubettgehen koffeinhaltige Getränke. Das beinhaltet nicht nur Kaffee und Tee, sondern auch eine Reihe von Softdrinks
  5. Vermeiden Sie schwere, stark gewürzte oder sehr süße Speisen vier Stunden vor dem Zubettgehen. Hungrig sollten Sie aber auch nicht einschlafen, ein leichter Snack am Abend ist okay
  6. Betätigen Sie sich regelmäßig körperlich, allerdings nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen
  7. Sorgen Sie für eine angenehme, schlaffördernde räumliche Umgebung
  8. Halten Sie Ihr Schlafzimmer regelmäßig gelüftet und sorgen Sie für ein angenehmes, nicht zu warmes Schlafklima
  9. Versuchen Sie, Geräusche und Lichtbeinträchtigung so gut wie möglich aus Ihrem Schlafzimmer zu verbannen
  10. Reservieren Sie Ihr Bett für Schlaf und Sex. Ihr Schlafzimmer ist kein Büro, Kino oder Fernsehzimmer

Weitere Informationen

Weitere interessante Informationen zu Schlaf und Schlafstörungen finden Sie auf der Webseite www.schlafapnoe-online.de.

 

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Schnarchen ist laut, lästig und ungesund. Immer mehr Menschen erkennen, dass ein ungestörter Schlaf unabdingbar ist, um die Leistungsfähigkeit voll zu erhalten und fit zu bleiben. Wer vom eigenen Schnarchen oder den Schnarchgeräuschen des Partners mehrmals in der Nacht aufgeweckt wird, fühlt sich am Morgen wie gerädert.

Doch Schnarchen ist kein Schicksal, mit dem Sie sich abfinden müssen. Wir sind erfahrene Experten, was das Thema Schlafen und Schlafstörungen betrifft. In unserem Shop präsentieren wir Ihnen erprobte Lösungen, die Ihnen zu einem ruhigeren Schlaf verhelfen. Informieren Sie sich auf unserer Seite über Zahnschienen für Schnarcher, Musikinstrumente, mit denen Sie Ihre Mundbewegungen trainieren können und interessante Literatur zum Thema.

Weitere Informationen:

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Der Markt hält mittlerweile eine Vielzahl an Anti-Schnarchschienen bereit – in verschiedenen Preislagen und mit ganz unterschiedlicher Ausstattung. Als Schnarcher sind Sie auf der Suche nach der für Sie optimalen und schnellsten Lösung. Glücklicherweise hat sich ein interessierter Betroffener nun die Mühe gemacht, Zahnschienen verschiedener Anbieter einem gründlichen Test zu unterziehen und diese Ergebnisse zu teilen.

Hinweis: Leider ist der Vergleich nicht mehr erreichbar. Sollten Sie trotzdem daran interessiert sein, zu wissen welche Anti-Schnarch-Produkte das Richtige für Sie sein könnten, haben wir eine Zusammenfassung auf folgender Seite geschrieben: Anti-Schnarch-Produkte.

Zu den im Schnarchschienen-Vergleich untersuchten Kriterien gehörten unter anderem:

  • die Verpackung und der Lieferumfang
  • der Preis
  • das Anpassungsverfahren
  • die zu erwartende Wirksamkeit.

Die Ergebnisse des Tests sind zum Teil überraschend und legen den Schluss nahe, dass eine gute Zahnschiene kein Vermögen kosten muss, aber eben auch nicht im niedrigsten Preissegment zu finden ist.

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Von Gedanken zu Alpträumen
von Anne Greveling

Wer kennt das nicht: Man kann nicht einschlafen, wälzt sich von einer Seite auf die andere, fängt an zu grübeln. Hätte ich gestern in dem Gespräch mit meinem Chef vielleicht doch anders reagieren sollen? War es ein Fehler, dieses teureAuto zu kaufen? Werde ich das Examen bestehen? Und schon fängt das Herz an zu rasen, und man spürt förmlich, wie der Blutdruck in die Höhe schießt. An Schlaf ist jetzt nicht mehr zu denken. Abendliches Grübeln ist keine gute Einschlafstrategie! Unangenehme Gedanken vor dem Einschlafen einfach zu verdrängen, ist aber auch keine Lösung – denn das kann zu Alpträumen führen.

Die Ursache für Albträume

Wie wirken belastende Gedanken vor dem Einschlafen sich auf die Schlafqualität und das Traumgeschehen aus? Sollte man solche Gedanken lieber unterdrücken und sich stattdessen etwas Schönes vorstellen? Ein Team aus Psychologen und Traumforschern ging dieser Frage auf den Grund und kam zu einem überraschenden Ergebnis: Die abendliche Verdrängung unangenehmer Themen, die uns tagsüber beschäftigen, kann zu Alpträumen und eingeschränktem seelischem Wohlbefinden am nächsten Tag führen.

Das Experiment

An der Studie nahmen 30 gesunde Versuchspersonen ohne Schlafprobleme teil. 15 Probanden erhielten die Anweisung, in den letzten fünf Minuten vor dem Schlafengehen an etwas Unangenehmes zu denken. Dabei sollte es sich um einen Gedanken handeln, der sich ihnen im Wachzustand immer wieder aufdrängte: „etwas, woran Sie nicht denken möchten, was Ihnen aber trotzdem ab und zu in den Sinn kommt. Das kann zum Beispiel eine Erinnerung, ein geistiges Bild oder ein Gedanke an eine Person, einen Gegenstand oder Ort, ein früheres oder imaginäres zukünftiges Ereignis sein“, hieß es in der Anweisung für die Probanden – zum Beispiel: „Mein Chef kritisiert mich“, „Mein Mann betrügt mich und will sich von mir trennen“ oder „Ich kann meine Hypothek nicht mehr abzahlen“.

Die anderen Versuchspersonen sollten sich ebenfalls einen unschönen Gedanken vergegenwärtigen und sich auf die negativen Gefühle konzentrieren, die er in ihnen wachrief. Dann aber sollten sie diesen unangenehmen Gedanken ausblenden und in den letzten fünf Minuten vor dem Schlafengehen bewusst an etwas anderes denken. „Tun Sie, was Sie können, um diesen Gedanken von sich fernzuhalten. Denken Sie nicht daran – nicht einmal für einen kurzen Augenblick, nicht mal eine Sekunde lang. Dann gehen Sie zu Bett.

Das Ergebnis

Am nächsten Morgen sollten die Studienteilnehmer ein Traumtagebuch ausfüllen und aufschreiben, wie gut sie geschlafen hatten: Gab es Probleme mit dem Einschlafen? Wie oft waren sie nachts aufgewacht? Empfanden sie ihre Träume in dieser Nacht als unangenehm oder beängstigend? Ferner mussten sie Fragen zu ihrem allgemeinen seelischen Befinden beantworten.

Probleme nicht verdrängen, sondern bewältigen

Das Ergebnis der Studie: Die Teilnehmer, die ihren unangenehmen Gedanken vor dem Einschlafen systematisch unterdrückt hatten, träumten viel öfter davon als die Probanden der anderen Gruppe. Außerdem empfanden sie ihre Träume als belastender und kreuzten beim Ausfüllen des Fragebogens zu ihrem seelischen Befinden mehr Symptome an, die auf psychische Probleme hindeuteten. Auf die Schlafqualität und das Ein- und Durchschlafen hatte das Zulassen oder Unterdrücken belastender Gedanken hingegen keinerlei Einfluss.

„Es kann durchaus verlockend sein, unangenehme Gedanken zu unterdrücken, weil man damit auch den negativen Emotionen aus dem Weg geht, die sie wachrufen“, so das Fazit der Autoren der Studie. Trotzdem ist das keine kluge Strategie, denn: „Diese Verdrängung kann zu schlechten Träumen oder Alpträumen führen.“ Die neue Studie bestätigt Ergebnisse früherer Untersuchungen zum Umgang mit Alpträumen, die zeigen, dass die beste Vorgehensweise darin besteht, sich seinen Trauminhalten zu stellen und die Traumgeschichte so „umzuschreiben“, dass sie dem Träumer weniger Angst einflößt, das Problem gelöst oder vielleicht sogar eine Art Happy End möglich wird.


Quelle: Tana Kröner-Borowik et al.: The effects of suppressing intrusive thoughts on dream content, dream distress and psychological parameters. Journal of Sleep Research (2013) 22, S. 600–604

Quelle: Das Schlafmagazin-Ausgabe 2/2016

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Die amerikanische „Sleep Economy“

Hans-Günter Weeß hat in seinem vor kurzem veröffentlichten Buch beklagt, dass der Schlaf in unserer Gesellschaft nur noch wenig wert sei. Im Land der offensichtlich immer noch unbegrenzten Möglichkeiten hat die Gründerin der Huffington Post, Arianna Huffington, den Schlaf als kongeniale Geschäftsidee entdeckt. – Ebenfalls interessant zum Thema: Der DAK Gesundheitsreport 2017

The Sleep Revolution heißt Huffingtons Buch, offenbar von der Kritik als eher mittelmäßig und unbedeutend beurteilt; doch dies tut dem Erfolg keinen Abbruch, wenn das Marketing stimmt. Die geschäftstüchtige Autorin hat begriffen, dass mit dem neuen Schlafbewusstsein der Menschen eine Menge Geld zu machen ist. Man muss sich nur vernetzen, andere Firmen mit ins Boot holen, auch wenn das auf den ersten Blick noch so absurd aussieht.

Travis Kalanick, bekannt als knallharter Erfinder des Jedermann-Taxi-Unternehmens Uber, sorgt sich dank Arianna Huffington plötzlich um Menschen, die sich übermüdet ans Steuer setzen. Seine Botschaft leuchtet ein: Lasst den eigenen Wagen stehen und ordert ein Uber-Taxi. Kalanicks Offerte an Firmen, deren Nachtschicht-Mitarbeiter erst am späten Morgen Feierabend haben:

Zahlt denen doch die Heimfahrt in einem meiner Taxis!
(Zusatzinfo: Mrs. Huffington sitzt inzwischen im Aufsichtsrat von Uber…)

Auch weitere Firmen beteiligt

Die Hotelkette Marriott unterstützt Huffingtons Kampagne mit einem Wettbewerb: Die besten Fotos der schönsten Schlafplätze, auf Instagram hochgeladen, werden mit Übernachtungsgutscheinen der Hotelkette belohnt.

Natürlich: Auch Fitnessarmbänder profitieren von der Schlaf-Revolution. Top-Hersteller Jawbone spendete Tausende Fitnesstracker für US-Studenten, um diese wieder für einen erholsamen Schlaf zu begeistern. Die amerikanische Billig-Fluglinie „jetBlue“ offeriert am JFK-Airport in New York Schlafkojen mit einschläfernder Musik: sozusagen ein kurzes Powernapping vor dem Abflug. (Dann kommen einem vielleicht auch die beengenden Plätze im Flieger nicht mehr wie ein Alptraum vor …)

Matratzenhersteller werben mit Produkten, die Atmung und Herzfrequenz der Schläfer überwachen. Seitenweise ließen sich noch weitere Produkte aufführen, die den neuen guten Schlaf erfolgreich befördern helfen: Schlaftees, gesunde Textilien, Meditationshilfen und, und, und.

Eigentlich verwunderlich, wie man den Leuten Geld aus der Tasche ziehen kann, wenn man ihnen die Notwendigkeit eines erholsamen Schlafs mit raffinierten Marketingtools anpreist. Freilich bräuchte man dafür keinen einzigen Dollar auszugeben, denn guter Schlaf lässt sich nicht kaufen. Die 19,99 Euro, die man für das Buch „Die schlaflose Gesellschaft“ von Hans-Günter Weeß hinblättert, reichen völlig aus, um den Schlaf neu für sich zu entdecken.

          Quelle:  Redaktion – Das Schlafmagazin-Ausgabe 2/2016

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Grüner Tee:

In der chinesischen Naturheilkunde weiß man schon seit langem um die positiven Wirkungen des grünen Tees auf unsere Gesundheit. Doch wissenschaftlich erforscht wird dieses Getränk erst seit etwa dreißig Jahren. Die Resultate sind erstaunlich: Grüntee beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Entstehung bösartiger Tumoren vor, schützt vor Viren und Bakterien und ist gut für unsere Verdauung. Und grüner Tee macht wach!

von Marion Zerbst

Die Herstellung von grünen Tee

Die Gründe für die heilenden Wirkungen des Grüntees liegen in der Art der Herstellung. Das heißt, man kann aus ein und demselben Teestrauch sowohl einen grünen Tee als auch einen Schwarztee herstellen; die Blätter, die man dafür verwendet, sind die gleichen. Nur bei der Verarbeitung gibt es einige grundlegende Unterschiede, und diese sind für die grüne Farbe, das ganz andere, viel feinere Aroma und die gesundheitsfördernden Wirkungen des Grüntees bestimmend.

Bei der Herstellung von Schwarztee werden die Blätter fermentiert, das heißt, einer Oxydation unterzogen. Dies erreicht man, indem man die Blattsprossen oder Blätter nach dem Pflücken zunächst einmal in der Sonne ausbreitet und welken lässt. Während dieses Sonnenwelkens werden Fermente aktiv, die im Teeblatt enthalten sind, und diese setzen einen Oxydationsprozess in Gang.

Als nächstes werden die Blätter gerollt oder zerhackt, sodass die Inhaltsstoffe der Blattzellen an die Oberfläche treten und oxydieren. Man lässt die Blätter dann so lange fermentieren, bis die gewünschte Stufe erreicht ist. Anschließend erhitzt man sie, um den Fermentationsprozess zu stoppen. Zum Schluss werden die Blätter schließlich noch getrocknet und sind jetzt fertig zum Verpacken und Verkauf.

Beim Grüntee dagegen ist dieser Fermentationsvorgang unerwünscht und wird daher gleich nach der Ernte durch Erhitzen unterbrochen. Dafür gibt es zwei verschiedene Methoden: Feuer oder Dampf. In China wird überwiegend mit Feuer gearbeitet, in Japan mit Dampf.

Bei der chinesischen Methode lässt man das frische Blattgut in großen Pfannen über Feuer kurz rösten, um eine Fermentation zu vermeiden. In Japan dagegen werden die Blätter gleich nach dem Pflücken mit Wasserdampf behandelt – und so wird dasselbe Ziel erreicht: Grüntees sind unfermentiert.

Nach dem Erhitzen ist immer noch Flüssigkeit in den Teeblättern. Um diesen Saft an die Blattoberfläche zu bringen, rollt man die Blätter, ähnlich wie eine Hausfrau ihre Wäsche auswringt: Die Flüssigkeit tritt dabei allmählich aus dem Blattgut heraus. Anschließend werden die Blätter – im Gegensatz zum Schwarztee, den man ja nun erst noch so lange liegen lässt, bis der gewünschte Fermentationsgrad erreicht ist – sofort getrocknet.

Wertvolle Inhaltsstoffe bleiben enthalten

Durch den Fermentationsprozess erhält der Schwarztee seine dunkle Farbe und den charakteristischen Geschmack, der vielen europäischen Teefreunden inzwischen schon so zur Gewohnheit geworden ist, dass sie das viel edlere Aroma des grünen Tees, wenn sie ihn zum ersten Mal probieren, oft gar nicht richtig zu würdigen wissen. Im Grunde aber ist diese Fermentation ein Zerstörungsprozess, bei dem die wertvollsten Inhaltsstoffe des Teeblatts verlorengehen. Nicht nur die empfindlichen Vitamine werden dadurch weitgehend zerstört, auch der wichtigste Inhaltsstoff – der Gerbstoff Epigallocatechin – geht verloren.

Grüntee enthält viel mehr Fluor als Schwarztee – jenes Spurenelement, das unseren Zahnschmelz härtet und dadurch der Entstehung von Karies entgegenwirkt. Hinzu kommt, dass das im Grüntee enthaltene Koffein milder und weniger aufputschend wirkt und auch magenfreundlicher ist als beim Schwarztee.

Koffein, das anregt, ohne aufzuregen

Früher bezeichnete man das im Tee enthaltene Koffein als Tein; diese Unterscheidung hat man inzwischen aufgegeben, da beide Substanzen die gleiche chemische Formel haben. Dennoch unterscheidet sich das Koffein des Tees in seiner Wirkung ganz entscheidend von dem des Kaffees. Das Koffein im Kaffee wirkt viel rascher und intensiver; dafür klingt die Wirkung relativ schnell ab. Beim Tee hingegen tritt der anregende Effekt langsamer ein und ist auch nicht so stark; dafür hält er länger an.

Nach dem Genuss von Kaffee erreicht die Koffeinwirkung bereits nach etwa einer halben Stunde ihren Höhepunkt und legt sich im Laufe der nächsten zwei bis drei Stunden allmählich wieder. Dann kommt es zu einem erneuten „Müdigkeits-Tief“. Tee dagegen hält die geistige Leistungsfähigkeit konstant auf einem hohen Niveau. Normalerweise liegt unsere Hochleistungsphase vormittags zwischen 9.30 Uhr und 11.30 Uhr und fällt um 13 Uhr rapide ab. Bei Menschen, die frühmorgens, vormittags um halb zwölf und nachmittags um 15 Uhr jeweils eine Tasse Tee trinken, bleibt die Leistungsfähigkeit dagegen ziemlich konstant und liegt stets über der eines Nicht-Teetrinkers.

Das liegt daran, dass das Koffein im Teeblatt an Gerbstoffe gebunden ist und daher nur langsam in den Blutkreislauf abgegeben wird. Die Folge ist eine mild anregende Wirkung, eine wohltuende Mischung aus Wachsein und geistiger Entspannung. Das Koffein des Kaffees dagegen wird sofort aufgenommen, sodass nach dem Genuss einer Tasse Kaffee der Koffeingehalt im Blut schlagartig in die Höhe schießt, um dann ziemlich rasch wieder abzusinken.

Das ist übrigens auch bei Colagetränken und beim Schwarztee der Fall, weil das an die Gerbstoffe gekoppelte Koffein durch den Fermentierungsvorgang während der Schwarzteeproduktion gelöst wird. So kommt es, dass schwarzer Tee zwar weniger Koffein enthält als grüner, aber trotzdem viel aufputschender wirkt.

Da das Koffein des Grüntees nicht schon im Magen, sondern größtenteils erst im Darm resorbiert wird, ist grüner Tee auch wesentlich magenfreundlicher als Schwarztee oder Kaffee. Aus diesem Grund sagt man: „Tee regt an, aber nicht auf“ – ein Spruch, der allerdings auch eher auf den grünen als auf den schwarzen Tee zutrifft.

Viel oder wenig Koffein – Sie haben die Wahl

Ein entscheidender Vorteil des grünen Tees besteht darin, dass man den Koffeingehalt (und damit natürlich die Intensität der anregenden Wirkung) durch die Zubereitung und die Wahl der geeigneten Teesorte weitgehend selbst steuern kann – eine Möglichkeit, die beim Kaffee kaum besteht.

Zunächst einmal haben die verschiedenen Grüntee-Sorten einen sehr unterschiedlichen Koffeingehalt; es gibt Sorten mit sehr viel Koffein (wie Assam Green, Gunpowder oder den edlen japanischen Matcha), andererseits aber auch milde Sorten wie den koffeinarmen Bancha. Man kann zu unterschiedlichen Tageszeiten verschiedene Sorten trinken – morgens zum Munterwerden eher eine „Koffein-Bombe“ wie beispielsweise den Matcha, am Spätnachmittag oder gegen Abend vielleicht doch lieber einen milden Bancha.

Außerdem hängt der Koffeingehalt natürlich auch von der Dosierung ab: Je geringer die verwendete Teemenge, desto niedriger der Koffeingehalt. Wer einen Tee mit nur schwach anregender Wirkung bevorzugt, sollte höchstens einen gestrichenen Teelöffel pro Tasse oder noch weniger verwenden.

Ganz entscheidend ist auch die Dauer des Ziehenlassens. Koffein ist in heißem Wasser gut löslich. Deshalb löst sich im Teeaufguss in den ersten ein bis zwei Minuten bereits fast die ganze vorhandene Koffeinmenge – aber ohne die Gerbstoffe. Durch kurzes Ziehenlassen (zwei bis drei Minuten) erzielen wir also eine leicht „kaffeeähnliche“ Wirkung: Ein solcher Tee enthält eine hohe Menge an Koffein, das nicht mehr an Gerbstoffe gebunden ist und daher vom Körper sehr schnell aufgenommen wird. Gleichzeitig hat er aber ein sehr mildes Aroma.

Wenn wir den Tee länger (ungefähr vier bis acht Minuten) ziehen lassen, lösen sich nach und nach auch die Gerbstoffe. Das heißt, das Koffein dieses Tees wird langsamer in den Blutkreislauf aufgenommen und wirkt dementsprechend sanft und verzögert; das Aroma ist jedoch kräftiger. Tee enthält auch Theanin, eine Aminosäure, die einen Teil der Wirkung des Koffeins neutralisiert. Auch dieses Theanin wird erst bei längerem Ziehenlassen des Tees vollständig gelöst.

Auf dieser Erkenntnis basiert die bekannte Faustregel „Wenn man den Tee kurze Zeit ziehen lässt, regt er an; lässt man ihn länger ziehen, so beruhigt er“, die allerdings nicht ganz richtig ist, da Tee aufgrund seines Koffeingehalts niemals ausschließlich beruhigend wirken kann, sondern stets auch eine anregende Wirkung hat. Nur der Grad dieser anregenden Wirkung lässt sich durch die Ziehdauer variieren.

Wer den Koffeingehalt seines Tees noch weiter reduzieren möchte, kann die Teeblätter zunächst mit wenig heißem Wasser übergießen und nach einer halben bis einer Minute wieder absieben. Anschließend gießt man noch einmal heißes Wasser an und lässt den Tee wie üblich ziehen. Erst dieser zweite Aufguss wird getrunken. Der Vorteil dieser in China üblichen Methode, die man auch als „Tee waschen“ oder „Tee öffnen“ bezeichnet: Ein großer Teil des Koffeins ist in dem ersten Aufguss enthalten, den man weggeschüttet hat; außerdem ist der Geschmack bei diesem zweiten Aufguss wesentlich milder. Diese Methode empfiehlt sich beispielsweise am Abend oder für Menschen mit hohem Blutdruck, die dennoch nicht auf den Teegenuss verzichten möchten.

Der grüne Tee ist ein reines, unverfälschtes Naturprodukt, der Schwarztee hingegen ist eher ein Genussmittel mit wenig heilender oder krankheitsvorbeugender Wirkung.

Wie die heilende Wirkung des grünen Tees entdeckt wurde

Die chinesischen Naturheilkundler wussten schon seit vielen Jahrhunderten, dass der regelmäßige Genuss von grünem Tee sich in vielerlei Hinsicht vorteilhaft auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirkt. Allerdings fragten sie nicht nach dem Warum; die chinesische Naturmedizin und Ernährungslehre ist eine Erfahrungswissenschaft, bei der in erster Linie die positiven Resultate zählen. Das Wissen um die Kräuter und Nahrungsmittel, die eine heilende, krankheitsvorbeugende oder lebensverlängernde Wirkung haben, wurde einfach über Jahrhunderte hinweg von Generation zu Generation weitergegeben und immer weiter ergänzt. Warum diese Substanzen so wirkten, darum kümmerte man sich erst in zweiter Linie. Hauptsache war, dass sie wirkten.

So verhielt es sich auch mit dem grünen Tee: Während die Chinesen ihn schon seit Jahrhunderten trinken und sich seiner heilenden Wirkung bewusst sind, wurde diese bei uns erst in diesem Jahrhundert erkannt und mit wissenschaftlichen Methoden erforscht. Den Anstoß dazu gab die Tatsache, dass die Japaner und Chinesen, bei denen sehr viel mehr grüner Tee getrunken wird als bei uns, wesentlich seltener an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden als Europäer und Amerikaner.

Buddhistische Mönche trinken grünen Tee nicht nur zum Genuss, sondern weil er ihnen hilft, bei ihren endlosen Meditationen wach und konzentriert zu bleiben, ohne die innere Ruhe und Gelassenheit zu stören.

Das ideale Diät-Getränk

Für Menschen, die eine Gewichtsreduktionsdiät machen, ist grüner Tee das ideale Getränk, denn durch seine beruhigende Wirkung auf die Verdauungsorgane bringt er das knurrende, wütende Raubtier in unserem Magen zum Schweigen, das – zumindest an den ersten Tagen – gegen die ungewohnte Fastenkur protestiert. Seine anregende Wirkung hilft, die Ermüdungserscheinungen zu überwinden, die uns zu Beginn einer Fastenkur so häufig plagen. Zudem liefert er wichtige Vitamine und Mineralstoffe, die wir uns normalerweise mit der Nahrung zuführen und die uns jetzt fehlen, und trägt durch seine harntreibende Wirkung zur Entschlackung bei.

Diese diuretische Wirkung hat übrigens noch einen ganz anderen positiven Nebeneffekt: Die Nieren werden dadurch immer gut durchgespült, und es können sich keine Harnsteine bilden.

Grüner Tee: Idealer Muntermacher aus China von Marion Zerbst

Quelle: Das Schlafmagazin-Ausgabe 3/2015

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Schlafprobleme können Kinder in ihrer Entwicklung enorm beeinträchtigen. Oft werden Ursachen von den Eltern aber nicht erkannt, weil sie sich anders äußern als im Erwachsenenalter. Außerdem gibt es immer noch viel zu wenige Kinderschlaflabore, die solche Störungen fachgerecht diagnostizieren und behandeln können. Wir unterhielten uns mit Barbara Schneider, Leiterin des Schlaflabors im Kinderkrankenhaus St. Marien in Landshut.

von Marion Zerbst


Verschiedene Arten von Atemstörungen

Schlafbezogene Atemstörungen: bei Kindern viel zu selten erkannt

„Wir betreuen in unserem Kinderschlaflabor Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren“, erklärt Barbara Schneider. „Dementsprechend unterschiedlich sind die Fragestellungen. Bei den ganz Kleinen (vor allem bei Frühgeburten) haben wir es meistens mit Atemregulationsstörungen zu tun. Denn Kinder, die zu früh auf die Welt kommen, können ihre Atmung oft noch nicht so gut steuern. Bei manchen Kleinkindern treten auch obstruktive Apnoen auf, z. B. wenn ihr Unterkiefer sehr klein ist, sodass die Zunge zurückfällt, oder wenn sie an einem Down-Syndrom leiden: Bei solchen Kindern besteht von Anfang an eine muskuläre Schwäche; da sollte man schon nachschauen, ob eine schlafbezogene Atemstörung vorliegt, damit sie keine Entwicklungsprobleme bekommen.“

Barbara Schneider ist Leiterin des Zentrums für Neuropädiatrie und Schlafmedizin (ZNS), Kinderkrankenhaus St. Marien Grillparzerstr. 9, 84036 Landshut, Tel.: 0871 852- 0

Schnarchen wie die Weltmeister

Und wenn die Kinder ein bisschen älter sind, fangen sie oft auch an zu schnarchen – manchmal fast so laut wie Erwachsene. Allerdings äußern schlafbezogene Atemstörungen sich bei Kindern häufig mit anderen Symptomen: „Viele Eltern bringen ihre Kinder nicht deshalb zu uns, weil sie schlecht schlafen, schnarchen oder nachts keine Luft bekommen. Viel häufiger ist es so, dass die Kinder ein Entwicklungsdefizit haben, unkonzentriert oder hyperaktiv sind; und wenn wir der Sache dann nachgehen, stellen wir fest, dass bei diesen Kindern nicht nur der Tag, sondern auch die Nacht sehr unruhig verläuft. Aus so manchem kleinen Zappelphilipp wird sehr schnell ein ganz normales, entspanntes Kind, wenn man seine Schlafapnoe therapiert.“ Weitere Ursachen für Schnarchen finden Sie in unserer Zusammfassung: „Schnarchen verhindern

Zuerst muss der HNO-Arzt ‘ran

Anders als bei erwachsenen Patienten ist bei Kindern mit Schlafapnoe normalerweise keine CPAP-Therapie angezeigt: „Die meisten Kinder mit einem Schlafapnoe-Syndrom schicken wir erst mal zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Der kontrolliert, ob das Kind Nasenpolypen oder vergrößerte Rachenmandeln hat und entfernt bei Bedarf die Polypen oder verkleinert die Mandeln. Anschließend schauen wir uns die Kinder noch mal im Schlaflabor an, um zu sehen, ob der Eingriff den gewünschten Erfolg gebracht hat. Zum Glück haben wir hier in Landshut einen schlafmedizinisch ausgebildeten HNO-Arzt, mit dem wir eng zusammenarbeiten.“

Manchmal lässt sich die Atemwegsobstruktion nicht durch eine HNO-ärztliche Therapie beseitigen; dann muss man nach anderen Ursachen fahnden. „Wenn eine Kieferfehlstellung (z.B. ein zu weit nach hinten stehender Unterkiefer) dahintersteckt, ist der Kieferorthopäde gefragt. Und selbst wenn der HNO-Arzt die Polypen entfernt hat, atmen viele Kinder trotzdem immer noch durch den Mund, weil ihre Muskulatur gar nicht mehr an den Mundschluss gewöhnt ist. Die brauchen dann eine logopädische Behandlung oder Maßnahmen zum Muskelaufbau im Mund-Gesichts-Bereich.“

Bei Mittelgesichtsverformungen benötigen die Kinder manchmal doch eine CPAP-Therapie. „Leider gibt es für Kinder keine große Auswahl an Industriemasken. Diese Masken muss man daher häufig individuell anfertigen lassen; und wenn die Kinder wachsen, brauchen sie wieder eine neue Maske.“

Wehret den Anfängen!

Leider ist die Kinderschlafmedizin in Deutschland nach wie vor ein Stiefkind: Es gibt viel zu wenige Schlaflabore für Kinder. Das ist schade, denn schlafbezogene Atemstörungen im Kindesalter zu entdecken und richtig zu behandeln, ist sehr wichtig, weil sie zu massiven Gedeih- und Entwicklungsstörungen führen können.

Außerdem kann man durch die richtigen Behandlungsmaßnahmen in der Kindheit einer Schlafapnoe im Erwachsenenalter vorbeugen: „Wir gehen davon aus, dass Kinder, bei denen ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird, die zukünftigen CPAP-Patienten sein werden, weil die richtige Position der Zunge im Kindesalter für die Entwicklung des Kiefers ausschlaggebend ist. Wenn der Mund beim Atmen dauernd offen steht, führt das zu einer falschen Position der Zunge im Mund. Der Druck der Zunge auf den Kiefer ist aber wichtig, damit dieser richtig wachsen kann. Eine falsche Zungenposition kann zum sogenannten ,Long-face-Syndrom‘ beim Erwachsenen führen. Die dadurch verengten Rachenverhältnisse können im Erwachsenenalter ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom verursachen.“

Quelle: das schlafmagazin 1/2015

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Immer mehr Studien zeigen, dass es bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) schon mit Beginn der Prämedikation, aber auch während oder nach einer Operation zu teilweise gefährlichen Komplikationen kommen kann. Diese Risiken steigen auf ein nicht vertretbares Maß, wenn die CPAP-Therapie perioperativ unterbrochen wird. Leider sind Kliniken bisher noch zu wenig auf Schlafapnoe-Patienten eingestellt, wissen nicht genug über dieses Krankheitsbild und haben deshalb oft ein zu geringes Risikobewusstsein.

von Kai Mann

Erkentnisse aus der Wissenschaft

Schlafapnoe erhöht Risiko für Komplikationen bei operativen EingriffenIn den letzten Jahren sind einige wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem wichtigen Thema erschienen. Aus diesen Studien geht hervor, dass es bei Schlafapnoe-Patienten während eines operativen Eingriffs häufiger zu Aspirationen (Einatmen von Mageninhalt), akutem Lungenversagen oder Lungenembolien kommt. Auch nach der Operation sind Probleme wesentlich häufiger. Studien zeigen, dass

  • bei älteren Schlafapnoe-Patienten nach einem operativen Eingriff öfter ein Delirium auftritt
  • unerwünschte Herz-Kreislauf-Ereignisse wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen oder Blutdruckkrisen bei OSA-Patienten nach einer Operation häufiger vorkommen
  • häufigere auch ungeplante Aufenthalte auf der Intensivstation und/oder eine längere Behandlungsdauer im Krankenhaus notwendig sind.

Was kann man dagegen tun?

Deshalb werden in der neueren Fachliteratur Empfehlungen zum Umgang mit solchen Patienten gegeben, die die Krankenhäuser unbedingt beherzigen sollten. Das fängt schon vor dem operativen Eingriff an:

  • Patienten sollten gefragt werden, ob bei ihnen eine obstruktive Schlafapnoe vorliegt
  • Bei Patienten mit hohem OSA-Risiko soll mithilfe von Screening-Fragebögen abgeklärt werden, ob sie möglicherweise an einer Schlafapnoe leiden
  • Falls das Ergebnis des Fragebogens den Schlafapnoe-Verdacht erhärtet, sollte bei diesen Patienten vor planbaren Operationen zur Abklärung eine Polygrafie durchgeführt werden.

Bei OSA-Patienten ist eine möglichst kurze Operationsdauer anzustreben und nach Möglichkeit lieber eine Regionalanästhesie als eine Vollnarkose durchzuführen. Die Extubtion (Entfernung des Beatmungstubus) sollte in halb aufrechter Position und erst dann erfolgen, wenn der Patient wach ist.

Nach der Operation sollen solche Patienten als Schmerztherapie statt Opioiden und Sedativa (Beruhigungsmitteln) lieber nicht-steroidale Antiphlogistika wie beispielsweise Ibuprofen erhalten. Außerdem ist bei Schlafapnoikern eine längere pulsoximetrische Überwachung zur Kontrolle ihrer arteriellen Sauerstoffsättigung notwendig; und nach der Extubation muss die schon zu Hause durchgeführte CPAP-Therapie gleich wieder fortgesetzt werden.

Leider halten viele Krankenhäuser sich nicht an diese Vorgaben, unter anderem deshalb, weil Ärzte und Pflegepersonal noch zu wenig über obstruktive Schlafapnoe und die damit verbundenen Risiken wissen. Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit in den Kliniken erforderlich. Mehr über die Schlafapnoe erfahren Sie in unserem Ratgeber: Schnarchen-Ursachen

Quelle: Dr. Stefanie Werther und Prof. Dr. med. Helmut Teschler: Schlafmedizin – neue Erkenntnisse und Entwicklungen. Deutsche Medizinische Wochenschrift 2014; 139: S.1231–1233

Quelle: das schlafmagazin 3/2014

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